Du kennst es sicher auch: Du gehst in ein Restaurant, schaust Dich um, checkst die Speisekarte – und entscheidest dann, dass Du doch eher Lust auf Deinen Lieblingsitaliener hast und gehst. Wäre das Restaurant eine Webseite, hätte sich genau in diesem Moment die Bounce Rate verschlechtert. Die Bounce Rate bezeichnet also den Prozentsatz der Personen, die Deine Seite verlassen, ohne mit ihr zu interagieren oder eine gewünschte Aktion auszuführen (siehe SISTRIX). Die Bounce Rate ist eng verbunden mit der Conversion Rate und eine der wichtigsten Metriken im Online- und SEO Marketing. In unserem heutigen Artikel erfährst Du alles, was Du über die Bounce Rate wissen musst.

Bounce Rate Beispiel:

Angenommen vier Personen besuchen Deine Homepage. Zwei davon klicken auf Deine „Über Uns-Seite“ und verlassen diese. Die anderen zwei Besucher besuchen nur Deine Homepage und klicken dann auf den „Zurück-Button“ in ihrem Browser. Deine Absprungrate würde in diesem Fall bei 50% liegen. Wichtig: Die Bounce Rate einer Seite basiert nur auf Sitzungen, die mit dieser Seite beginnen. Deshalb würden die ersten 2 Besucher, die nach der Homepage Deine Über Uns-Seite besuchen, nicht als „Bounce“ zählen.

10 mögliche Ursachen für eine hohe Absprungrate

Eine hohe Absprungrate lässt sich selten auf eine einzige Ursache zurückführen. Meist sind es zwei oder mehrere Faktoren, die eine Rolle spielen – und Besucher dazu bringen, Deine Seite wieder zu verlassen. Hier sind 10 Ursachen, die zu einer hohen Absprungrate führen können.

Ursache 1: Langsame Ladezeiten/ Page Speed

Google hat schon vor langer Zeit darauf hingewiesen, dass die Geschwindigkeit bzw. Ladezeit einer Webpage eine wichtige Rolle in ihrem Ranking-Algorithmus spielt. Denn: Die Suchmaschine möchte vor allem für Inhalte werben, die den Nutzern eine positive Erfahrung bieten – und eine langsame Webseite, die ewig zum Laden braucht, gehört definitiv nicht dazu. Verschiedene Untersuchungen ergaben, dass 40% der Internetsurfer erwarten, dass eine Seite in spätestens drei Sekunden fertig geladen ist. Wenn Deine Domain also ein paar Sekunden länger zum Laden braucht, haben Deine Besucher wahrscheinlich keine Geduld mehr – und verlassen Deine Domain direkt wieder.

Ursache 2: Unübersichtliche Navigation

Auch wenn User nicht wissen, was sie als nächstes tun sollen und die Navigation unübersichtlich ist, werden sie schnell das Weite suchen. Möglicherweise möchten Deine User mehr entdecken, aber es fehlt ein klar platziertes Suchfeld oder entsprechende Menüeinträge? Oder verdeckt ein Popup auf mobilen Geräte den Unterbereich „Kontakt“? Alles schon gesehen, alles möglich.

Stelle sicher, dass Deine Webseite über eine hervorragende Usability verfügt und einfach zu navigieren ist. Frage Dich:

  • Sind Deine Unterkategorien und Beschriftungen spezifisch und deutlich?
  • Ist das Navigationsmenü auf jeder Seite leicht zu finden?
  • Sind die Navigationsmöglichkeiten übersichtlich und auf das Wichtigste reduziert?

Ursache 3: Irreführende Titel-Tags und/oder Meta-Beschreibungen

Die richtigen Titel und Meta Tags sind wichtig und sollten halten, was sie versprechen. Überprüfe: Ist der Inhalt jeder einzelnen Seiten durch Deine Titel Tags und Meta-Beschreibungen korrekt zusammengefasst? Sollte das nicht der Fall sein, passiert folgendes: User lesen Deinen Titel oder Meta-Beschreibungen und besuchen Deine Domain mit einer bestimmten Erwartungshaltung – die dann enttäuscht wird. Wenn Dein Inhalt nichts mit Deinen Titel Tags oder Meta-Beschreibungen zu tun hat, wird Dir all der Traffic und die besten SEO Tools nichts nützen. Clickbaiting solltest Du also auf jeden Fall vermeiden.

Ursache 4: Unattraktives & unseriöses Design

Auch ein unattraktives und unseriöses Design wird Besucher in Scharen von Deiner Domain wegbringen. Anstrengende Farbkombinationen, überladene Layouts, schwer zu lesender Text, grelle Anzeigen, blinkende Banner und aggressive Pop-ups sind die üblichen Verdächtigen. Weg damit!

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Ursache 5: Ungültige Backlinks von anderen Domains

Es ist möglich, dass Deine Domain perfekt ist und beste Voraussetzungen für eine niedrige Bounce Rate bietet – und trotzdem einen hohen Wert aufweist. Ein möglicher Grund? Verweisende Webseiten schicken Dir unqualifizierte Leads und Besucher, oder der Ankertext und Kontext für die Links sind irreführend. Manchmal ist dies das Ergebnis von schlampigem Copywriting, zum Beispiel wenn der Verfasser Deine Internetseite im falschen Teil der Copy verlinkt hat. Kontaktiere den Webmaster oder Autor des Artikels und bitte darum, den Link zu Deiner Website zu aktualisieren oder ganz zu entfernen.

Ursache 6: Leere Seite oder technische Fehler

Auch technische Fehler können für eine mäßige Absprungrate verantwortlich sein. Dies ist vor allem wahrscheinlich, wenn Deine Ausstiegsrate ungewöhnlich hoch ist und Du z.B. siehst, dass User nur ein paar Sekunden auf Deiner Seite verbringen. Schaue Dir Deine Seiten deshalb in den beliebtesten Browsern und Gerätekonfigurationen Deiner Zielgruppe an. Du kannst auch in der Search Console bzw. im Google Index nach Crawl Errors suchen.

Ursache 7: Content ohne Mehrwert

Schlechter Content ist eine weitere mögliche Ursachen für viele Absprünge. Die Inhalte auf Deiner Domain müssen einzigartig sein, zielgruppenrelevant, einen Mehrwert bieten – und die Sprache Deiner Zielgruppe sprechen. Es kann auch sein, dass Deine Inhalte großartig sind, Du sie aber nicht fürs Online Lesen optimiert hast. Das bedeutet:

  • Schreibe in einfachen Sätzen
  • Verwende klare Titel und Untertitel, die ein schnelles Scannen ermöglichen
  • Verwende Bilder, um die Augen zu entspannen und Lesern Verschnaufpausen zu bieten
  • Schreibe primär für Deine Leser und nicht ausschließlich für SEO Suchmaschinenoptimierung

Ursache 8: Schlechte User Experience

CTAs, Popups und Schaltflächen für E-Mail Abonnements sind im Online Marketing wichtig, man sollte es jedoch nicht übertreiben. Wenn Du Deine Besucher mit Anzeigen, Pop-ups und ähnlichem bombardierst, kann dies die User Experience drastisch verringern – und die Absprungrate erhöhen. Bedenke: Als Webseiten-Betreiber kennst Du Deine Domain in- und auswendig. Versuche Dich in die Perspektive Deiner Erstbesucher zu versetzen und suche Deine Seite nach Designfehlern ab.

Ursache 9: Afiliate Landing Pages oder Single-Page-Websites

Wenn Du als Affiliate tätig bist, kann der ganze Aufbau und Sinn Deiner Domain darauf abzielen, Menschen von Deiner Domain wegzuleiten – nämlich auf die Seite des Affiliate-Partners. In diesem Fall machst Du alles richtig, wenn Du eine hohe Bounce Rate hast. Ein ähnliches Szenario wäre eine Domain mit einer einzigen Seite, zum Beispiel eine Landing Page für ein Webinar oder eine Portfolio-Seite. Solche Domains haben gewöhnlicherweise eine höhere Absprungrate, da der User keine Option hat weitere Pages zu besuchen. 

Ursache 10: Suboptimale Google Analytics Einrichtung

Man sollte alle möglichen Fehlerquellen ausschließen. Es kann auch sein, dass Du Google Analytics und die Tracking-Codes Deiner Webseiten nicht richtig implementiert hast. Logge Dich dazu in Dein Google Analytics Konto ein und überprüfe die Einstellungen und die Google Optimierung Deiner Webseite.

5 Experten-Tipps, um die Bounce Rate zu senken & die Conversion Rate zu steigern

Wir haben für Dich 5 sehr hilfreiche Tipps zusammen getragen, um Deine Bouncen rate zu senken und gleichzeitig Deine Conversion Rate zu optimieren.

5 Experten-Tipps, um Deine Bounce Rate zu senken & die Conversion Rate zu steigern

Tipp #1: Die richtige Zielgruppe ansprechen

Deine Absprungrate wird hoch sein, wenn Du die „falschen“ Zielgruppen auf Deine Seite lockst. Nehme Dir deshalb genügend Zeit für eine ausgiebige und genaue Keyword-und Suchmaschinenoptimierung. Definiere klar, wer Deine Besucher sein sollen und liefere maßgeschneiderte Inhalte für ihre Bedürfnisse, Probleme, Wünsche und Interessen. Wenn Du z.B. Schuhe verkaufst, konzentriere Dich auf Keywords rund um das Thema Schuhe und nicht um Socken oder Schnürsenkel. Das Ziel: Die Besucher, die nach Schuhen suchen, sollen mit den Suchergebnissen zufrieden sein, wenn sie auf Deine Domain klicken.

Wenn Du also eine schlechte Absprungrate bemerkst, vor allem auf Deiner Homepage oder bestimmten Landingpages, schaue Dir Deine Keywords genau an. Frage Dich: Welche Keywords sind wirklich relevant für Deine Zielgruppe und Dein Unternehmen? Und welche Keywords brauchst Du eher weniger? Und nehme dann entsprechende Änderungen vor

Tipp #2: Überdenke Deine Site-Navigation

Absprünge passieren, wenn ein User auf Deine Internetseite kommt und diese verlässt, ohne auf eine andere Deiner Pages zu klicken. Dafür kann es zwei Gründe geben: Der User hat den gesuchten Inhalt bereits gefunden und entscheidet sich nun zu gehen, oder weil er nicht gefunden hat, was er auf Deiner Seite gesucht hat. Wie also bekommst Du den User dazu, nach dem ersten Seitenaufruf weiter mit Deiner Seite zu interagieren?

Beginne mit einer Gestaltung Deiner Homepage und Navigation, aus Sicht der Besucher. Nutze Deinen Platz optimal und konzentriere Dich auf wertvollen Inhalt, der echten (true) Mehrwert bringt. Verwende Bilder, die Deine Message unterstreichen und Dein Produkt oder Deine Dienstleistung optimal präsentieren. Besonders wichtig: Große Call-to-Action Buttons.

Achte insgesamt auf eine direkte und einfache Navigation. Das Ziel ist ein klarer und übersichtlicher Webseiten-Aufbau und Deine User sanft zur gewünschten Handlung führt.

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Tipp #3: Verwende Inhaltsempfehlungen für mehr Engagement

Motiviere Deine User zu mehr Engagement und Interaktion mit Deiner Domain, mittels Inhaltsempfehlungen. Dazu gibt es viele verschiedene Tools, die die Online-Aktivität der Nutzer analysieren und diese Informationen nutzen, um sinnvolle und relevante Inhalte hervorzuheben und zu analysieren.

Tipp #4: Gezielte Inhalte für Erstbesucher

Es ist stets sinnvoll eine Domain für Erstbesucher anzupassen und neue User zu begrüßen – z.B. mittels Targeting- und SEO Tools für Zielgruppen. Diese ermöglichen es Dir verschiedenen Kunden- und Nutzergruppen verschiedene Nachrichten und Inhalte zu präsentieren.

Tipp #5: Sei „mobil-freundlich“

Mehr als die Hälfte aller Internetnutzer konsumieren Inhalte auf mobilen Endgeräten. Wenn Deine Domain noch immer nicht für Mobiltelefone optimiert ist, bettelst Du geradezu um eine schlechte Bounce Rate. Deine Internetseite nicht auf mobile Nutzer zu optimieren, ist einer der größten Fehler, die Du als Online Business machen kannst. Responsive Design ist hierbei das Zauberwort.

Welchen Einfluss hat die Bounce Rate auf mein Google Ranking?

Die Bounce Rate ist eine der am meisten unterschätzten Ranking Faktoren im SEO Online Marketing und im digitalen Marketing allgemein.

Welchen Einfluss die Bounce Rate auf mein Google Ranking hat

Um das zu verstehen, ist es zunächst wichtig, die Bounce Rate in den Kontext der Suchmaschinenoptimierung zu setzen. Bisher wurde nicht verraten, wie Google eine Absprungrate genau definiert. Wir vermuten: Ein Absprung bzw. Bounce liegt vor, wenn ein Nutzer die Suchmaschine verwendet, um Deine Domain über ein bestimmtes Keyword zu finden – und sofort zur Suche zurückkehrt, nachdem er Deine Seite / Landingpage geöffnet hat. Warum aber sollte das eine Rolle für Google spielen?

Stell Dir eine Website vor, die Google auf der ersten Seite ihrer Suchergebnisse für ein bestimmtes Keyword platziert. Die Konkurrenz ist riesig und jeder möchte auf der ersten Seite von Google sein, doch nun steht diese Site an erster Stelle. Nehmen wir an, dass sie viel Traffic bekommt, der Großteil der User die Domain aber nach 5 Sekunden wieder verlässt. Was wäre eine logische Schlussfolgerung? Natürlich, dass die Website keine gute Seite ist – denn es klicken zwar tausende von Menschen drauf, 96% verlassen die Seite aber auf Anhieb. Google verfolgt solche Absprungraten genau und analysiert die Reaktion der Nutzer auf eine Domain. Wenn User schnell wieder abspringen, wird die Internetseite nicht lange unter den Top-10-Suchergebnissen zu finden sein.

Was ist eine gute Bounce Rate?

Eine große Bounce Rate ist ein Albtraum aller Internet Marketer (einer von vielen). Wie hoch ist Deine true Bounce Rate?

Wir sagen Dir, was eine gute Bounce Rate ist

Bevor Du bei der Analyse in Panik verfällst, können wir Dich beruhigen: Die meisten Websites haben eine Bounce Rate zwischen 25 und 70%. Nach folgenden Bewertungen kannst Du Dich richten:

  • 26-40%: Ausgezeichnet
  • 41-55%: Durchschnittlich
  • 56-70%: Höher als normal, kann aber je nach Website sinnvoll sein
  • 70% oder höher: Alarm! Schlecht und/oder etwas ist kaputt.

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