Cross Die eigene Zielgruppe zu definieren ist das A & O einer jeden Marketingstrategie für KMU. Ganz gleich, was Deine Unternehmensziele und Marketingmethoden sind, Kundenwachstum, Leadgenerierung oder Up Selling – Du wirst sie nur mit einer präzisen Zielgruppendefinition erfolgreich erreichen und gestalten können. Dennoch tun sich gerade hier viele Unternehmen und Selbstständige schwer und definieren ihre Kundengruppe oftmals im Schnelldurchlauf.

Ein großer Fehler! Eine gute Zielgruppendefinition erfordert Zeit, akribische Arbeit und genaue Kundenanalysen. Ja, das ist aufwendig und zehrt schon einmal an den Nerven, verspricht dafür aber langfristigen und nachhaltigen Erfolg bei der Neukundengewinnung. In unserem heutigen Beitrag verraten wir Dir, wie Du Deine Kundengruppe findest und gezielt ansprichst und was Du generell beachten musst.

Beispiele für Zielgruppendefinition

Wenn es um Werbung und Marketing geht, musst Du unbedingt wissen, wer Deine Zielgruppe ist und wie Du sie erreichen kannst. Während es zum einen wichtig ist, so viele Menschen wie möglich zu erreichen, ist es auch wichtig, Konsumenten direkt anzusprechen. Dies gelingt nur mit einer klar umgrenzten Zielgruppe, deren Bedürfnisse, Probleme und Wünsche Dir bewusst sind.

Beispiele für Zielgruppendefinition

Eine Zielgruppe kann eine demografische Gruppe von Personen sein, die am ehesten an Deinen Produkten oder Dienstleistungen interessiert sind. Es gibt unzählige Wege herauszufinden, wer in diese Gruppe fällt – und mindestens genauso viele Faktoren und Daten, die in der Zielgruppendefinition eine wichtige Rolle spielen. Zum Beispiel:

  1. Zielgruppendefinition nach dem Alter

Indem Du Dich auf das Alter der potenziellen Käufer konzentrierst, kannst Du verschiedene Kundengruppen individuell ansprechen. Die junge Millennium-Generation muss z.B. über Retargeting o.ä. anders angesprochen werden, als die etwas ältere Generation der Babyboomer.

Das gleiche gilt für Großeltern gegenüber Neu-Eltern. Menschen, die 50 Jahre alt sind, werden anders angesprochen als eine zwanzigjährige Zielgruppe. Mit einer altersspezifischen Zielgruppendefinition kannst Du Dich demnach auf bestimmte Merkmale und Eigenschaften konzentrieren, die mit den verschiedenen Altersgruppen einhergehen. 

  1. Geschlechtsspezifische Zielgruppendefinition

Eine Zielgruppendefinition nach dem Geschlecht richtet sich an die genderspezifischen Bedürfnisse und Wünsche von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Dies ermöglicht es beispielsweise, die Emotionen und Probleme schwangerer Frauen gezielt anzusprechen. Indem Du Dich in die Kundenperspektive hineinversetzt, kannst den Kunden somit genau das bieten, was sie brauchen.

  1. Zielgruppendefinition nach dem Einkommen

Wir alle haben unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche und Träume. Und in den meisten Fällen orientieren sich diese an unserem wirtschaftlichem Status und dem Einkommen. Die einkommensspezifische Zielgruppendefinition hilft nicht nur, Deine Kundengruppe thematisch besser abzuholen, sondern optimiert auch Deine Preispolitik. Je mehr Du über das Einkommen Deiner Kundengruppe weißt, desto effizienter kannst Du Deine Preise und Deine Neukundengewinnungs Strategie anpassen.

  1. Geographische Zielgruppendefinition

Je nach geographischer Lage können Bedürfnisse auf verschiedene Weise angesprochen werden. Bestimmte Dienstleistungen, wie z.B. Restaurants, Klempner oder Friseure erfordern dies sogar. Denn ihre Zielgruppen sind geographisch meist an einen Ort gebunden.

Bei unserem Marketing Seminar lernst Du alles, was Du für Deine maßgeschneiderte Marketingstrategie brauchst.

Marketing Seminar Kundenwachstum der Workshop für Deine Neukundengewinnung ohne Werbeagentur

Methoden zur Zielgruppendefinition

Um die richtige Methode zur Zielgruppendefinition auszuwählen, solltest Du zunächst Deine verschiedenen Segmente identifizieren. Jedes Segment Deines Unternehmens hat wahrscheinlich eine eigene Zielgruppe. Erstelle dazu eine Liste der Verbraucher, die am meisten von der Nutzung Deiner Produkte oder Dienstleistungen profitieren.

Methoden zur Zielgruppendefinition

Anschließend schaust Du Dir die Segmente genau an und versuchst sie näher zu klassifizieren. Frage Dich z.B.:

  • Wie groß sind die einzelnen Segmente?
  • Was sind die demografischen Daten?
  • Welche Segmente haben das größte Wachstumspotenzial?
  • Welche Segmente steuern am ehesten auf Deine Ziele zu? 

Sobald diese Fragen geklärt sind, kannst Du Deine Methode zur Zielgruppendefinition auswählen. Besonders populär ist die Methode der „Buyer Persona“. Diese ermöglicht es Dir, ein besonders detailliertes Bild Deiner Kundengruppe zu bekommen und Handlungs- und Entscheidungsprozesse der Kunden besser zu verstehen. Dazu sammelst Du zunächst so viele Informationen, Daten und Merkmale zu Deiner Kundengruppe, wie möglich. Darunter fallen z.B.

  • Geografische Daten (Wohnort, Land, etc.)
  • Soziodemografische Daten (Geschlecht, Alter, Beruf, Einkommen Familienstand)
  • Psychografische Daten (Wünsche, Träume, Ängste, Lifestyle, Interessen)

Schaffe Dir eine „Buyer Persona“

Aufgrund dieser Informationen kreierst Du nun eine fiktive Person, die repräsentativ für Deine gesamte Zielgruppe steht. Diese Person basiert auf realen Daten, die Du aber mit fiktiven Daten weiter ausbaust und zum Leben erweckst. Versuche die „Buyer Persona“ so detailliert, wie möglich zu beschreiben. Gebe ihr einen Namen, ein Aussehen und fülle jegliche Informationslücken mit fiktiven, aber realistischen Möglichkeiten aus.

Diese Herangehensweise ermöglicht es Dir, Deine Kundengruppe konkret und greifbar zu definieren und sie besser zu verstehen. Sie hilft Dir auch dabei, Dich in den Käufer hineinversetzen zu können und die Kommunikation mit der jeweiligen Kundengruppe und ihren Bedürfnissen zu verbessern.

Ein weitere Möglichkeit ist die Brainstorming Methode „Whats in your bag“. Diese hilft Dir, vor allem den Lifestyle Deiner Kundengruppe zu verstehen. Denn in Handtaschen befinden sich meist nicht nur persönliche Gegenstände, sondern vor allem Dinge, die absolut essentiell im Alltag der jeweiligen Person sind. Dies verrät viel über Träume, Wünsche und Probleme Deiner Klienten – und lässt auch Rückschüsse über das Kundenverhältnis, Geschmack und persönliche Werte zu.

Wenn Du solch eine Persona erstellt hast, kannst Du als nächstes perfekt passende Affiliate-Geber und auch Influencer suchen, die per Viral Marketing Deine Angebote im Markt bekannt machen.

5 Vorteile einer exakt definierten Zielgruppe 

Vorteil 1: Der Verkauf ist einfacher

Die Definition Deines Zielmarktes ermöglicht es Dir, sämtliche Marketing- und Werbeaktivitäten präzise auszurichten. Wenn Du genau weißt, welche Kundengruppe Du ansprechen möchtest, fällt es Dir leichter zu bestimmen, mit welchen Strategien und Taktiken Du sie ansprechen musst. Eine klare Kundengruppe und Marketing Analyse legt den zukünftigen Weg genau fest. So kannst Du Zeit sparen und Ressourcen optimal nutzen.

Zielgruppendefinition-Kundenwachstum

Vorteil 2: Es ist einfacher Dich zu finden

Wenn Du Deine Zielgruppen und Deinen Zielmarkt genau definiert hast und die entsprechenden Marketingstrategien und Kanäle benutzt, erhöhst Du Deine Markensichtbarkeit auch Branding Marketing genannt automatisch. Potenzielle Käufer müssen dann nicht lange suchen, um Dich zu finden – denn Du bist dort positioniert, wo sich Deine Zielgruppe aufhält. Sie werden eher Deine Produkte und Dienstleistungen nutzen, weil sie sich verstanden fühlen.

Vorteil 3: Kosten sparen

Mit einer genau definierten Kundengruppe hast Du weniger Streuverluste. Menschen, die kein Interesse an Deinen Leistungen haben, werden gar nicht von Dir angesprochen. Ähnlich wie bei einer Positionierungsstrategie, konzentrierst Du Dich auf die Verbraucher, die wirklich an Deinen Leistungen interessiert sind. Somit sparst Du Zeit und Geld und erhöhst Deinen Return On Investment.

Vorteil 4: Maßgeschneiderte Werbung

Durch eine präzise Zielgruppendefinition kannst Du sämtliche Werbung effizienter gestalten und viel Geld für teure Werbeagenturen sparen. Mit maßgeschneiderten Botschaften kannst Du Deiner Zielgruppe verdeutlichen, dass Du genau die Problemlösung bieten kannst, nach der sie suchen.

Vorteil 5: Content Marketing – Positioniere Dich als Experte

Mit gezieltem Marketing kannst Du Dich als Experte und Marktführer positionieren und somit Kundenbindung und Loyalität zu Deiner Kunden erhöhen. Zielgerichtetes und passgenaues Content Marketing funktioniert nur, wenn Du Deine Kundengruppe genau kennst.

Durch Zielgruppendefinition individueller auf Deine Kunden eingehen

Mit klar definierten Zielgruppen ist es viel einfacher zu bestimmen, wo und wie Du Dein Unternehmen vermarkten kannst. In nur 7 Schritten zur Zielgruppendefinition und die Bedürfnisse der Konsumenten individueller ansprechen. So gelingt es Dir:

Durch Zielgruppendefinition individueller auf Deine Kunden eingehen

1. Schaue Dir Deinen aktuellen Kundenstamm an

Wer sind Deine derzeitigen Kunden? Warum kaufen sie bei Dir? Welche Kunden bringen die meisten Umsätze? Suche nach gemeinsamen Eigenschaften und Interessen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es auch bei anderen Unternehmen, mit denen Du nicht im Wettbewerb stehst weitere ähnliche Kundengruppen gibt, die auch von Deinen Produkten / Dienstleistungen profitieren würden – aber noch nichts von Dir gehört haben. Starte mit solchen Marktbegleitern eine Cross Marketing Aktion. Dann braucht Ihr beide die ganze Analyse und Auswertung nur einmal machen. 

2. Analysiere die Konkurrenz

Schaue Dir Deine Mitbewerber an. Welche Zielgruppen versuchen sie zu erreichen? Wo platzieren diese gelungene Up Selling Kampagnen. Wer sind ihre derzeitigen Kunden? Kannst Du einen Nischenmarkt finden, den Du bisher übersehen hast?

3. Analysiere Deine Produkte & Dienstleistungen

Als nächsten Schritt solltest Du Deine Produkte oder Service genau unter die Lupe nehmen. Liste alle Merkmale Deines Produktangebots / Dienstleistungen auf und stelle für jede Funktion einen spezifischen Mehrwert her. Welche Vorteile zieht der Kunde von Funktion A? Warum ist Funktion B für den Kunden wichtig?

Beispiel: Ein Grafikdesigner bietet hochwertige Design-Dienstleistungen an. Der Vorteil, der sich für den Kunden daraus ergibt, ist ein professionelles Firmenimage. Dieses hilft dem Unternehmen sich seriös und vertrauenswürdig zu präsentieren, mehr Verbraucher für sich zu gewinnen – und die eigene Conversion Rate und Umsatz zu steigern.

Sobald Du Deine verschiedenen Leistungen und den dazugehörigen Nutzen identifiziert hast, solltest Du passende Personen dazu zu finden. Das bedeutet: Erstelle eine Liste mit Personen, die ein Bedürfnis oder ein Problem haben, dass Deine Leistung lösen kann.

4. Wähle demografische Kriterien der Zielgruppe

Es reicht nicht, herauszufinden, wer Dein Produkt oder Service braucht, um ein Problem zu lösen. Frage Dich auch: Wer wird meine Leistung am ehesten kaufen?

Folgende Faktoren solltest Du berücksichtigen:

  • Alter
  • Standort
  • Geschlecht
  • Einkommensniveau
  • Bildungsgrad
  • Familienstand oder Familienstand
  • Beruf
  • Ethnischer Hintergrund

Du möchtest auch Dein Marketing auf den neuesten Stand bringen und Dein Kundenwachstum steigern? Dann ist unser Marketing Seminar genau das Richtige für Dich.


Marketing Seminar Kundenwachstum der Workshop für Deine Neukundengewinnung ohne Werbeagentur

5. Wähle psychographische Kriterien der Zielgruppe

Die Psychographie wird in der Zielgruppenanalyse häufig vernachlässigt. Sie ist aber besonders wichtig, um ein detailliertes Bild Deiner Zielgruppe zu bekommen. Psychographische Daten und Merkmale erlauben Dir einen Einblick in die Persönlichkeit Deiner Käufer. Diese Form des Marketings ist vor allem durch die Social Media Marketing Ziele und die damit verbundene Neukundengewinnung im Internet populär geworden.

Folgende Faktoren spielen dabei eine ganz besondere Rolle:

  • Charakter
  • Lebenseinstellung
  • Werte
  • Interessen und Hobbys
  • Lifestyle
  • Verhalten

Dabei gilt: Beschreibe Deine Kundengruppe so detailliert wie möglich. Je mehr Details Du herausfindest, desto einfacher wird es sein, diese Personen mit Deiner Marketingstrategie gezielt anzusprechen.

Versuche auch zu bestimmen, wie Deine Produkte oder Dienstleistungen mit dem Lifestyle Deiner Zielgruppen übereinstimmen. Wie und wann wird Deine Zielgruppe Deine Leistung verwenden?

Du fragst Dich vielleicht, woher Du all diese Informationen bekommen sollst. Es gibt viele Möglichkeiten: Du kannst z.B. online nach bereits bestehenden Zielgruppenanalysen suchen, oder Blogs und Online-Magazine studieren, die sich mit Deiner Zielgruppe beschäftigen. Auch Studien über bestimmte Absatzmärkte, Dienstleistungen und Produkten liefern wertvolle Informationen für Deine Marketingstrategie. Frage Deine aktuellen Kunden nach Feedback, führe Umfragen durch, oder suche im Internet nach Umfrageergebnissen.

Eine große Chance um mehr von seinen Kunden zu erfahren, bietet auch der Facebook Werbeanzeigenmanager. Dort bekommst Du über die Einstellungen der Cutomer Audience bereits sehr viele Informationen geliefert. Es lohnt sich wirklich dort einmal einen Blick reinzuwerfen und sich genauer mit dem Facebook Werbeanzeigenmanager zu beschäftigen.

6. Wähle die richtigen Werbe-Maßnahmen

Mindestens genau so wichtig wie ein klares Zielgruppenbild ist es die richtigen Kommunikationskanäle zu verwenden. Vor allem im digitalen Marketing spielt das eine besonders wichtige Rolle. Versuche herauszufinden, welche Kanäle sich für Deine Zielgruppe besonders anbieten.

  • Die eigene Webseite:
    Legen Deine Kunden besonderen Wert auf eine persönliche Ansprache? Dann eignet sich vielleicht Newsletter Marketing, E-Mail-Listen, Blogs oder Gewinnspiele als Marketingmethoden.
  • Suchmaschinen-Marketing:
    Vielleicht lassen sich Deine Kunden aber auch am besten mit Google Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder Google AdWords erreichen?
  • Social Media Marketing:
    Du hast eine eher jüngere Zielgruppe? Dann könnte Marketing auf Facebook, Instagram Hashtags, YouTube oder Pinterest sinnvoll sein.
  • Print-Werbung:
    Oder mag es Deine Zielgruppe doch lieber klassisch? Werbung in lokalen oder fachspezifischen Magazinen, Zeitschriften oder Flyer-Verteilung sind dann eine Möglichkeit.

Grundsätzlich kannst Du natürlich auch verschiedene Marketingkanäle miteinander kombinieren – allerdings nur, wenn es wirklich sinnvoll ist. Benutze nicht blind verschiedene Kanäle, nur um Deine Bekanntheit und Markensichtbarkeit zu erhöhen. Es nützt nichts dort zu werben, wo überhaupt keine Interesse vorhanden ist. Deshalb gilt: Qualität vor Quantität!

7. Bewerte Deine Entscheidung

Sobald Du Dich auf eine bestimmte Zielgruppe und Marketingmaßnehmen festgelegt hast, solltest Du Deine Entscheidung noch einmal reflektieren. Frage Dich:

  • Gibt es genug Leute, die meinen Kriterien entsprechen?
  • Wird meine Kundengruppe wirklich von meinen Produkten / Service profitieren?
  • Sieht sie einen Bedarf für meine Produkte / Service?
  • Verstehe ich, wie meine Käufer Entscheidungen treffen?
  • Können sie sich meine Produkte / Service leisten?
  • Kann ich meine Kundengruppe mit meinem Marketing erreichen? Nutzt meine Zielgruppe die Kommunikationskanäle, die ich bespiele?

Die Definition einer Zielgruppe ist häufig der schwierigste Teil einer Marketingstrategie. Sobald Du genau weißt, wer Deine Zielgruppe ist, gestaltet sich der Rest Deiner Marketingstrategie jedoch einfacher und Deine Marketingeffizienz wird enorm erhöht.

Eine gezielte Zielgruppenansprache spart somit Geld und Ressourcen und verbessert die Aussichten auf langfristigen Erfolg.

Mehr zum Thema gibt es auf unserem Marketing Seminar. Dort erfährst Du alles rund um Online Marketing für KMU: Kundenwachstum, Positionierunsstrategie Marketing, Storytelling Marketing und noch viel mehr.

Marketing Seminar Kundenwachstum der Workshop für Deine Neukundengewinnung ohne Werbeagentur

MEHR LESEN ÜBER: "Marketing"

KOMMENTARE