Du hast es sicher auch schon einmal erlebt: Du surfst ein wenig auf einer Website, schaust Dir beispielsweise die neuesten DVDs auf Amazon an – und plötzlich bemerkst Du auf Google, Facebook & Co. ständig Werbebanner eben dieser DVDs. Wie das sein kann, fragst Du? Die Antwort liegt in der Online Marketing Strategie Retargeting (auch Remarketing ). Auch Du kannst diese clevere Methode nutzen, um Besucher, die nicht sofort gekauft haben, auf Deine Webseite zurückzuleiten und doch noch zum Kaufabschluss zu animieren.

Mit Retargeting platzierst Du gezielte Anzeigen, die Deine ehemaligen Besucher sehen, während sie auf verschiedenen Seiten im Internet herumstöbern. Wie diese Marketingstrategie für KMU funktioniert, was Du beachten musst und warum Retargeting so wichtig ist, das erfährst Du im Folgenden.

Wie funktioniert Retargeting?

Es ist eigentlich ganz einfach: Retargeting funktioniert durch einen Tracking-Code, den Du auf Deiner Webseite platzieren kannst. Um genauer zu sein, handelt es sich dabei um einen kleinen JavaScript Code, der keinerlei Einfluss auf die Performance Deiner Seite hat. Mithilfe diesen Codes kannst Du automatisch und anonym einen Cookie im Browser Deines Besuchers installieren.

Dies geschieht, indem Du bestimmte Kriterien festlegst und jeder User, der diesen Kriterien entspricht, erhält eine individuelle Cookie-ID. Diese IDs werden in einer Auflistung gespeichert und geben Dir die Möglichkeit, verschiedene Listen für unterschiedliche Kriterien und Benutzertypen anzulegen.

Wie funktioniert Retargeting?

Dies erweitert Deine Marketingmöglichkeiten. Zum Beispiel kannst Du gezielt Besucher per Push Marketing ansprechen, die ein bestimmtes Produkt angesehen oder einen speziellen Bereich Deiner Webseite besucht haben. Du kannst beispielsweise auch auswählen, ob die Anzeigen bei Besuchern platziert werden, die keinen Kauf getätigt haben, oder Nutzern, die sich nicht in Deinen Newsletter eingetragen haben.

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Der Remarketing-Ablauf sieht folgendermaßen aus:

  1. Besucher landen auf Deiner Homepage
    User browsen durch Deine Website, schauen sich Deinen Content, Deine Produkte und oder Dienstleistungen an.
  1. Cookies werden gespeichert
    Aufgrund des Klickverhaltens jedes Nutzers, wird ein individueller Cookie platziert und gespeichert. Dies merkt der Nutzer selbst nicht (muss aber vorher darüber informiert werden).
  1. Schaltung der Retargeting Anzeigen
    Verlässt der Nutzer Deine Seite, wird er nun auf entsprechende Werbeanzeigen von Dir beim Browsen im Internet treffen.
  1. Kehren zurück auf Deine Homepage
    Im Optimalfall kehren Nutzer daraufhin auf Deine Website zurück und führen die gewünschte Aktion aus: Sie tätigen einen Kauf, tragen sich in Deinen Newsletter ein oder nehmen Kontakt mit Dir auf.

Retargeting ist somit eine effiziente Möglichkeit, Kundenwachstum zu fördern, verlorene Besucher zurückzugewinnen und den Firmenumsatz zu steigern. Vor allem dort, wo der Verkaufsprozess langwierig, wohlüberlegt und konkurrenzstark ist, bietet sich Targeting an. Richtig eingesetzt kann es ein effizientes Tool sein, um sowohl die Conversion Rate zu verbessern als auch das Markenbewusstsein zu erhöhen. Besonders populäre Retargeting-Anbieter sind Google Adwords und Adroll.

Welche Arten von Retargeting gibt es?

  • Webseiten-Retargeting: Die wahrscheinlich beliebteste Form von Retargeting. Webseiten-Retargeting ist besonders simpel und effizient. Nachdem ein User eine bestimmte Webseite besucht hat, werden entsprechende Werbeanzeigen platziert.
  • Suchmaschinen-Retargeting: Hier richtet es sich an Benutzer, die bestimmte Schlüsselbegriffe (Keywords) in ihren Suchanfragen benutzen. Daraus lässt sich auf ein Interesse an einer bestimmten Branche schließen und entsprechende Werbeanzeigen können gezielt geschaltet werden.
  • Social-Media-Retargeting: Social Media Retargeting konzentriert sich auf die Schaltung von Anzeigen in sozialen Netzwerken (z.B. Facebook Marketing und Instagram Marketing).
  • Email-Retargeting: Wenn Du einen Email-Client wie Google Mail benutzt, wirst Du vielleicht schon die kontextbezogenen Anzeigen bemerkt haben, die sich teilweise an Inhalten in Deinen Emails orientieren. 

Auch beim SEA-Camp lernst Du vieles über Retargeting, SEO Marketing, Google AdWords usw. Dieses Event wird von der Agentur Aufgesang  aus Hannover veranstaltet.

Worin unterscheidet sich Retargeting von Bannerwerbung?

Der Hauptunterschied zwischen Remarketing und herkömmlicher Bannerwerbung ist die Personalisierung, die auf dem bisherigen Webprotokoll eines Nutzers basiert. Typische Banneranzeigen schalten Werbeanzeigen nach demographischen Parametern (Alter, Geschlecht, Wohnort, Jobs, Interessen etc.). Das bedeutet: Die Anzeigen basieren auf spezifischen Nutzerprofilen Deiner Zielgruppe. Wenn Du beispielsweise das Fußballmagazin Kicker.de besuchst, könnte Dir vielleicht Werbung für die neuesten Fußballschuhe präsentiert werden. Auch wenn Du nicht wirklich an Fußballschuhen interessiert bist, passt Du dennoch in das Profil der Anzeige.

Im Gegensatz dazu schaltet Retargeting nur Werbung, nachdem eine bestimmte Webpage besucht wurde. Das bedeutet: Mit Retargeting sprichst Du gezielt Verbraucher an, die bereits ein gewisses Interesse an Deiner Marke, Deinem Produkt oder Dienstleistung gezeigt haben. Dies macht es so effizient und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer steigenden Conversion Rate deutlich.

Was kostet Retargeting?

Grundsätzlich ist Remarketing kostengünstig und bietet deshalb eine ausgezeichnete Möglichkeit zum Online Marketing für KMU. Vor allem für die, die nur ein begrenztes Budget zur Verfügung haben oder auch keine teure Werbeagentur beschäftigen wollen oder können.

Was kostet Retargeting?

Viele Anbieter bieten Retargeting grundsätzlich erstmal kostenlos an – Gebühren entstehen lediglich für die generierten Klicks oder Conversions, also ähnlich wie bei PPC Marketing. Somit ist Retargeting günstiger als viele andere Onlinemarketing Methoden wie Beispielsweise Affiliate oder Influencer Marketing. Mit Retargeting kannst Du tatsächlich Deine Werbekosten senken und gleichzeitig den eigenen Umsatz steigern.

Laut einer aktuellen Studie von Marin Software gibt die Mehrheit der Marketer weniger als 10% ihres Werbebudgets für Remarketing aus. Das bedeutet auch, dass Du (noch) nicht viel Konkurrenz mit Deinen Retargeting-Anzeigen haben wirst – vor allem im Vergleich zu anderen Marketingkanälen und Tools wie Google Adwords. 

Bei unserem kostenfreien und unverbindlichen Telefon Coaching erhältst Du wertvolle Tipps für Deine Strategie zur Neukundengewinnung . Aber auch viele weitere Themen aus der Welt des Marketing geben wir Dir für Dein Unternehmen an die Hand.

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Vorteile und Nachteile von Retargeting

Ob für Großunternehmen, KMU oder Selbstständige: Retargeting bietet eine ganze Reihe an überzeugenden Vorteilen. Trotzdem gibt es auch einige negative Faktoren, die Du berücksichtigten solltest, bevor Du diese Marketingstrategie für Deine Zwecke einsetzt. Wir stellen Dir Vor- und Nachteile vor.

Vorteile und Nachteile von Retargeting

Die wichtigsten Vorteile:

  • Markenbekanntheit steigern
    Retargeting eignet sich hervorragend, um Markensichtbarkeit und -bekanntheit im Internet zu erhöhen, somit fördert es auch Dein Branding Marketing. Du kannst Werbeanzeigen schalten, die Deine Marke über einen Zeitraum von Tagen, Wochen oder Monaten im Bewusstsein Deiner Zielgruppe verankern.
  • Wiedererkennung der Marke steigern
    Durch den ständigen Kontakt mit Deinen Anzeigen kannst Du einen Wiedererkennungswert schaffen. Je häufiger potenziellen Kunden mit Deiner Marke in Kontakt kommen, desto leichter wird es ihnen fallen, sich an Deine Marke zu erinnern und sich an sie zu gewöhnen.
  • Mehr Traffic, Leadgenerierung & Conversion Rate
    Mit Remarketing führst Du immer wieder gezielt Besucher auf Deine Webseite und erhöhst nicht nur den Website-Traffic, sondern auch Deine Conversion Rate. Lediglich 2% der Online-User tätigen einen Kauf beim ersten Besuch. Retargeting bietet Dir die Chance, die verbleibenden 98% wieder auf Deine Webseite zurückzuholen und die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs zu erhöhen. Ausdauer zahlt sich aus!

Die wichtigsten Nachteile:

  • Eingriff in die Privatsphäre:
    Remarketing Methoden werden häufig kritisiert. Zumeist aufgrund des zweifelhaften Eingriffs in die Privatsphäre der Internetnutzer. In der EU gibt es deshalb strikte Datenschutzbestimmungen, die Du unbedingt einhalten musst. Ansonsten ist Deine Werbemaßnahme illegal und Du handelst Dir jede Menge Ärger ein.
  • User können entnervt reagieren:
    Zu häufige Anzeigen und penetrantes Marketing können User stören und zu einer aktiven Auflehnung gegen die beworbene Marke, Produkt oder Dienstleistung führen. Also genau das Gegenteil von dem, was Du erreichen möchtest. Da die Retargeting Methode dem Durchschnittsuser nicht bekannt ist, kann dies auch ein unangenehmes Gefühl des „Verfolgt-seins“ hervorrufen.
  • Kein garantierter Erfolg:
    Du kannst Dir nicht zu 100% sicher sein, dass Deine Retargeting Strategie funktionieren wird. Es kann zum Beispiel sein, dass Kunden zwar kurz vor einem Kauf standen und sich bis zur Bezahlmethode durchgeklickt haben, aber nun gar nicht mehr interessiert sind – und sich z.B. bereits für ein Konkurrenzprodukt entschieden haben.

5 Tipps & Tricks für erfolgreiches Retargeting

  1. Attraktiv sein: Relevante & verlockende Anzeigen
    Um erfolgreich zu sein, muss Deine Anzeige relevant für Deine Zielgruppe sein und ihnen das bieten, was sie suchen. Auch solltest Du in Deiner Anzeige einen echten Anreiz bieten, der Deine ehemaligen Besucher zurück auf Deine Webseite lockt. Dies könnte z.B. auch Sonderrabatt für ein bestimmtes Produkt sein.
  2. Strukturiert vorgehen: Nutze verschiedene Kundensegmente
    Retargeting bietet Dir verschiedene Optionen zur Aufgliederung. Nutze diese Option effizient und Du wirst Deine Konversionsraten drastisch erhöhen können. Folgende Kundensegmente werden im Retargeting i.d.R. unterschieden:
    Allgemeine Besucher: Jeder, der Deine Webseite besucht
    Spezifische Produktbesucher: Jeder, der ein bestimmtes Produkt gesucht hat
    Warenkorb-Abbrecher: Jeder, der ein oder mehre Produkte in den Warenkorb gelegt hat, es letztlich aber doch nicht zum Kauf kam.
    Frühere Kunden: Jeder, der bereits bei Dir eingekauft hat. Hier gilt die alte Marketingweisheit: „Bestandskunden sind die besten Neukunden“!
  3. Die Richtung vorgeben: Verwende CTAs
    Eigentlich selbsterklärend, dennoch wird dieser Punkt häufig vergessen. Deine Werbeanzeigen müssen Handlungsaufforderungen (engl: „call to action“) beinhalten. Sage dem Kunden, was er als nächstes tun soll! CTAs müssen dazu gut platziert und deutlich sichtbar sein.
  4. Farbe bekennen: Einheitliche Gestaltung
    Um langfristig Erfolg zu haben, ist ein einheitliches Design in in Deinen Anzeigen wichtig. Das bedeutet vor allem: Verwende Dein Logo und die selben Farben und Fonts wie auf Deiner Webseite. So schaffst Du Wiedererkennungswert und machst es Deinem Kunden einfach, sich mit Deiner Firma zu identifizieren.
  5. Ergebnisse auswerten: Regelmäßige Analyse
    Wie bei jeder digitalen Marketingform ist es wichtig, Deine Ergebnisse kontinuierlich in Form einer Marketinganalyse zu messen und anzupassen.

    Im Remarketing gibt es mehrere Kennzahlen, die Dir Aufschluss über die Effektivität Deiner Kampagne geben:

  • CTR: Die „Click through Rate“ ist die Anzahl der Klicks auf eine Anzeige, geteilt durch die Gesamtanzahl der Impressionen.
  • CPC: Die „Cost per Click“ (zu Deutsch: „Kosten pro Klick“) errechnen sich aus dem Gesamtbudget und der Summe der Klicks.
  • eCPM: Die „Effective cost per thousand impressions“ (zu Deutsch: „Effektive Kosten pro Tausend Eindrücke) werden durch die Gesamterträge und die Gesamtzahl der Impressionen ermittelt. Diese Zahl wird dann mit 1.000 multipliziert.
  • eCPA: Die „effective cost per acquisition“ (zu Deutsch: „Effektive Kosten pro Akquisition“) basiert auf Deinen Kampagnenausgaben geteilt durch die Anzahl der Impressionen. Diese Zahl wird dann mit der CTR und der Conversion Rate multipliziert.
  • ROI: Die wichtigste Kennzahl im Targeting: Der Return On Investment sagt Dir, wie viel Geld Du mit Deinen Werbeausgaben letzten Endes verdient hast. Der ROI wird aus Deinem Gewinn, abzüglich der Investitionskosten, geteilt durch die Investitionskosten, errechnet.

Retargeting und Datenschutz

Retargeting und Datenschutz sind ein heikles Thema. Es steht häufig in der Kritik, denn aufgrund der gesammelten Daten, lassen sich oftmals detaillierte Profile der User erstellen – und die Privatsphäre wird zunehmend vernachlässigt.

Retargeting und Datenschutz

Dennoch handelt es sich um eine komplett legale Marketingmethode, wenn Du den Regeln folgst: Seit 2009 gibt es in Europa eine umfassende Retargeting- Richtline zum Umgang mit Cookies. Unternehmen und Webseitenbetreiber sind gesetzlich dazu verpflichtet, Besucher über verwendete Trackingsysteme zu informieren – und müssen die Möglichkeit bieten, das Tracking zu deaktivieren. Viele Internetseiten lösen das durch ein Pop-up, das beim Erstbesuch der Webseite auftaucht. Dieses beinhalten meist einen kurzen Text wie:

„Diese Webseite verwendet Cookies zu Werbezwecken und zur Verbesserung des Angebots. Durch ein Surfen auf dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.“

Als Betreiber einer Webseite, solltest Du deshalb z.B. Code-Snippets zur Anonymisierung der IP-Adresse der Nutzer integrieren und in der Datenschutzerklärung explizit auf das Speichern der Cookies hinweisen.

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