Push Marketing

Das Weltunternehmen Adidas hat 2019 laut Statista über drei Milliarden Euro in ihre Marketingstrategien investiert. Investiere auch Du in Strategien wie das Push Marketing, um Deine Marke erfolgreich zu machen. Wir zeigen Dir, was dazu nötig ist.

Push Marketing – Dein Produkt in den Handel drücken

Jährlich wächst die Anzahl an Betrieben in Deutschland. Allein 2019 gab es schon über drei Millionen steuerpflichtige Unternehmen (Quelle: Statista). Doch nicht nur die Zahl der Unternehmen steigt stetig an, sondern auch der Anspruch der Kunden. Die richtige Marketingstrategie, wie das Push Marketing eine ist, ist damit ein wichtiger Schritt, um aus der breiten Maße an Konkurrenz herauszustechen und den Kunden so von sich zu überzeugen. Pushe auch Du Dein Produkt und beeindrucke Deine Kunden!

Was ist Push Marketing und wann wird es eingesetzt?

Push-Marketing wird in dem Stadium eingesetzt, wenn der Konsument ein Produkt noch nicht richtig kennt. Ein Hersteller oder ein Unternehmen will beispielsweise Produkte neu auf den Markt bringen. Dazu starten sie in der Regel eine großangelegte Werbeaktion. Normalerweise mit einem einkalkulierten breiten Streuverlust.

Zudem bezieht sich die Push Strategie im traditionellen Sinne darauf, dass der Einzelhandel durch spezielle Rabatte und andere Aktionen den Endkunden zum Kauf „auffordert“. Der Kunde kommt hierbei nicht von selbst. Diese Marketing Strategie setzt dabei auf die Annahme, dass bei den Kunden ein unbewusstes Bedürfnis besteht. Durch entsprechende Werbemaβnahmen wird dieses geweckt.

Im Online Marketing werden als Push-Marketing alle Marketing Strategien verstanden, bei denen der Hersteller oder der Handel aktiv auf die entsprechende Zielgruppe zugeht.

Traditionelle (Offline) Push Maßnahmen können beispielsweise folgende sein:

  • TV / Radio Werbung
  • Personal Selling
  • Verkaufsdisplays
  • Postwurfsendungen

Bei all diesen Push-Marketing Maßnahmen erhält der potentielle Kunde von Dir Informationen oder Leistungen. Ohne, dass er zuvor ein Bedürfnis geäußert, oder auch nur verspürt hätte. So wollen Hersteller versuchen die Nachfrage der Konsumenten anzuregen und diese möglichst zu einem Kauf aktivieren. Du musst mit Deinem Push-Marketing auch der Push-Strategie nachgehen, damit der Kunde aktiv wird und Produkte aus Deinem Sortiment kauft. Das kann man zum Beispiel durch Werbung mittels Newsletter erreichen.

Wichtige Instrumente

Viele Online Werbekanäle funktionieren nach dem Push- oder Bedarfsweckungsprinzip. Die Anbieter versuchen Nutzern, die bis zu diesem Moment überhaupt nicht gewusst haben, dass sie z.B. ein hochmodernes Massagegerät oder ein praktisches Dampfbügeleisen brauchen könnten, diese Ideen näherzubringen. Dabei ist sicherlich der wichtigste Online Kanal für Push Marketing das sogenannte Display Marketing. Also die Verwendung von Bannern. Aber natürlich gibt es auch noch andere Optionen im Digitalen Marketing. Hier eine kurze Übersicht:

  • Banner Werbung / Display Marketing: Werbebanner werden auf Webseiten platziert, ähnlich den früheren Anzeigen in Printmedien.
  • Newsletter: Den Kunden werden kostenlose Leistungen gesendet, die im Laufe der Zeit ein Bedürfnis schaffen sollen.
  • Pop-Ups: Diese Anzeigen tauchen plötzlich beim Surfen im Internet auf. Sie sollen den potentiellen Käufer für eine Leistung empfänglich machen.

Mach dein Marketing so nützlich, dass Menschen dafür zahlen würden.

Jay Baer

Push vs. Pull Marketing

In der heutigen Marketinglandschaft gibt es zwei zentrale Wege, ein Produkt an den Markt zu bringen und zu verkaufen – das Push Marketing und das Pull Marketing. Auch wenn sich beide Methoden wesentlich voneinander unterscheiden, verfolgen sie dasselbe Ziel: das Produkt soll in den Handel kommen, um damit in den Händen möglichst vieler Kunden zu landen.

Das Push Marketing konzentriert sich in erster Linie darauf, den Handel von dem Produkt zu überzeugen. Ist das Produkt tatsächlich im Sortiment gelandet, richtet es sich das Push Marketing im zweiten Schritt an die Konsumenten, welche das Produkt meist noch nicht kennen. So müssen die gewählten Werbemaßnahmen sowohl einen informierenden Charakter haben als auch einen starken Kaufanreiz schaffen. Im heutigen Push Marketing werden häufig soziale Netzwerke genutzt, um das Produkt bekannt zu machen, während im Regal limitierte Auflagen, Rabattaktionen oder begrenzte Verkaufszeiten zum Einsatz kommen.

Pull Marketing zielt dagegen darauf ab, ein Produkt an die Nachfrage der Kunden auszurichten. Regelmäßige Kampagnen, wie Google Ads, SEO oder Social Media Marketing sollen die Nachfrage steigern – und zwar bevor der Handel das Produkt in sein Sortiment aufnehmen muss, um diese zu befriedigen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn das Unternehmen auf dem Markt schon bekannt genug ist und die Bedürfnisse der Zielgruppe genau kennt.

Vorteile und Nachteile von Push Marketing

Du fragst Dich, was denn nun besser funktioniert: Push Marketing oder Pull Marketing? Antwort: Es kommt drauf an…

Grundsätzlich beschreiben beide Begriffe entgegengesetzte Strategien. Was für eine Situation gut sein kann, muss es für eine andere nicht sein. Marketingfachleute vergleichen diese zwei Strategien oft mit einem Schlauch und einem Swimmingpool.

Du willst möglichst viele Informationen an Deine potentielle Kundschaft bringen? Dann kannst Du gut einen Schlauch benutzen. Dabei werden so viele Passanten wie möglich bespritzt. Das versucht die Push Strategie. Je grösser der Schlauch, desto mehr Menschen kann man nass machen. Im Klartext heißt das: Eine Anzeige im Lokalblatt hat weniger Wirkung als eine Anzeige in einer bundesweiten Zeitung. Ein Radiospot um 9 Uhr morgens erreicht weniger Menschen als ein TV-Spot zur Hauptsendezeit, usw.

Allerdings werden auch viele Menschen ausweichen wollen, um nicht nass zu werden. D.h. auf unsere Beispiele bezogen, dass viele Menschen von der TV Werbung genervt sind. Diese unwillkommene Unterbrechung ihrer Sendung nutzen viele, um beispielsweise Snacks aus der Küche zu holen, ins Bad zu gehen oder sie schalten ganz einfach um (dieses tun übrigens ca. 85% der Menschen!).

Pull Marketing dagegen ist wie ein Swimmingpool. Du möchtest die Besucher anlocken. Der Pool soll einladend aussehen, damit die Menschen freiwillig ein Bad nehmen wollen / konsumieren wollen. Jeder kann selbst entscheiden, wann er reingeht und wie lange er drinbleibt. Ist der Kunde erstmal gewonnen und reingesprungen, dann wird er auch garantiert nass.

Zusammenfassend kann man folgende Vor- und Nachteil vom Push Marketing auflisten:

  • Du kannst ein sehr breites Publikum erreichen
  • Kurzfristige Erfolge und Wirkungen
  • Du kannst über ein neues Produkt informieren und diesem die Markteinführung erleichtern
  • Großer Verlust durch Streueffekt (dieses kannst Du durch geschicktes Targeting im Online Bereich allerdings stark verringern)
  • Reizüberflutung bei Konsumenten
  • Es gibt immer mehr Filter, um Werbung zu vermeiden
  • Kostenintensiv
  • Kommunikation mit den Kunden ist völlig einseitig

Frage unseren Experten

Möchtest Du mehr über Pull und Push erfahren? Oder benötigst Du Hilfe bei der Realisierung Deiner Strategie? Dann melde Dich gerne bei uns und wir helfen Dir als Marketing Experten bei der Umsetzung Deiner Push Strategie.

Am Online Marketing arbeitet das Team von Kundenwachstum bestehend aus Tim.
Am Online Marketing arbeitet das Team von Kundenwachstum bestehend aus Tim.
Tim Richtsmeier

Menschen shoppen heute komplett anders als vor ein paar Jahren. Wer mit Online Marketing nicht sichtbar wird, riskiert unterzugehen.

Wo ist Push Marketing sinnvoll und erfolgreich?

Bei der Neueinführung eines Produkts ist Push Marketing sicherlich nach wie vor sinnvoll als Pull Marketing. Damit ist die Push Strategie für Großkonzerne und Marktführer mit entsprechendem Werbebudget ein elementarer Baustein des Repertoires.

Beispiele für effektives Push Marketing und Kombination mit alternativen Marketing Methoden

Ein ausgezeichnetes Beispiel für erfolgreiches Push Marketing sind die Kampagnen für iPhone von Apple. Die Nachfrage ist stets so groß, dass es monatelange Wartezeiten gibt. Es kommt zu riesenlangen Schlangen vor den Apple Stores. Und das, obwohl ausschließlich Apple selbst mittels Push Marketing das Produkt geschickt in Szene setzt.

Etwas unkonventioneller sind Guerilla Marketing und Ambush Marketing. In beiden ist der Überraschungseffekt ausschlaggebend und die Marketingmaβnahmen kommen frisch und originell rüber. Die Kommunikation spielt eben eine wichtige Rolle hierbei. Hier findest Du gute Beispiele für Ambush Marketing:

Bei den olympischen Spielen 2016 war Adidas der Hauptsponsor. Der Konkurrent Puma hat dann geschickter weise den Weltrekordler Usain Bolt dazu gebracht, bei der Medaillen Verleihung seine goldfarbenen Puma-Schuhe in die Kameras zu halten. Ein unglaublich gelungener Werbecoup. Große Kampagnen sind nicht immer nötig.

Auch Pantene Pro-V hat im Rahmen des Oktober Festes 2016 eine Aktion in ihrem sozialen Netzwerk gestartet. Im Vorfeld konnte man auf Instagram Bilder von geflochtenen Zöpfen posten, versehen mit dem Hashtag #ozopftis. Dies wurde dann über eigene Social Media Kanäle gepusht und verknüpft. Auch von Dir gewählte Begriffe können User auf Dich aufmerksam machen und aktiv werden lassen. Auch Influencer waren hierbei involviert. Ein gutes Beispiel für den Einsatz von einem gelungenen Social Media Marketing Mix.

Push Marketing für bei KMUs

Auch kleine Unternehmen können ganz ohne das Schalten einer teuren Werbeagentur auf originelle und vor allem preiswerte Ideen kommen. So hat eine Floristin im Rahmen der Landtagswahl in Thüringen 2014 einfach unter jedes Wahlplakat in ihrem Ort ein eigenes Plakat aufgehängt. Dieses war sehr ähnlich wie das Partei-Plakat designed. Allerdings war auf diesem Plakat der Slogan “Wählt Blumen!“ und das Logo des Blumenladens zu sehen. Diese clevere Aktion hat der Dame immerhin zwei Zeitungsberichte und unzählige Likes bei Facebook gebracht. Ein cleverer Einsatz von Facebook Marketing. Und natürlich waren sie und der Blumenladen mehrere Tage das beherrschende Stadtgespräch in der Kleinstadt. So wird auch die Kommunikation hochgehalten und mithilfe dieser Werbung gemacht. Auch das sind Strategien auf dem Markt. Du musst Dir eben überlegen, wie Du auf Dich aufmerksam machst, damit die Nachfrage der Konsumenten steigt.

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Warum Du mit zu viel Push Marketing vorsichtig sein solltest

Wie weiter oben im Artikel bereits angesprochen: Werbung im Fernsehen und Werbung beim Internet surfen nervt. Auch Werbeanrufe und Kaltakquise nerven (und sind in der Regel sogar verboten). Kurzum: Push Marketing kann kontraproduktiv sein. Deshalb kommt es auf die richtige Kommunikation und Strategien an, wie man den Handel von Push-Marketing betreibt.

Einer der wichtigsten Tipps: Willst Du Deinen Kunden nicht vergraulen, musst Du mit Push Marketing vorsichtig sein. Überlege Dir genau, welche Aktionen für Deine User möglichst interessant sein könnten. Welche Trends gibt es z. B. momentan? Wie kannst Du die User auf Deinem Sortiment aktiv werden lassen zum Beispiel?

Zudem schießt Du mit Kanonen auf Spatzen und das kann ganz schnell sehr teuer werden.

Kunden sind heutzutage wesentlich kritischer und besser informiert. Gerade die jüngere Generation legt Wert darauf, dass ihnen ein Mehrwert geboten wird. Dieser Mehrwert ist jedoch in der Regel bei Push Maßnahmen selten möglich. Bei der jüngeren Generation haben Trends dafür einen möglichst hohen Stellenwert. Versuche deshalb Deine Push-Strategie möglichst auf die Trends abzustimmen, um erfolgreich sein zu können.

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Fazit

Bereits größere Unternehmen wie Adidas oder Zalando nutzen die richtigen Strategien des Marketings für ihren Erfolg. Damit sollte für jedes Unternehmen die Investierung in ihr Marketing höchste Priorität haben. Nur so können sie eine eigene Marke aufbauen und Kunden von sich überzeugen. Das Push Marketing ist eine gute Strategie, um Kunden Deine eigenen Produkte zu präsentieren. Durch sämtliche Werbemaßnahmen wird der Kunde durch das Pushen des Produktes aufmerksam gemacht und kauft es im besten Fall, welches das Ziel jedes Unternehmens sein sollte.

Du hast Fragen zum Push Marketing?
Hier findest Du passende Antworten!

Um eine allgemeine Bekanntheit in Deiner Zielgruppe zu erreichen, eignet sich Push Marketing wunderbar. Branding, Interaktionen oder Kundenbindung stehen jedoch weniger im Fokus. Um Deine Kunden nicht durch oberflächliche und einseitige Kommunikation abzuschrecken, solltest Du Push Marketing immer nur kurzfristig und zu Beginn Deiner Markteinführung nutzen.

Hast Du Deine Zielgruppe kennengelernt – und umgekehrt – solltest Du im nächsten Schritt jedoch besser auf Pull Marketing umsteigen.

Push Marketing ist ideal für Unternehmen, die ein neues Produkt auf den Markt bringen wollen oder ihr Produkt in einem Nischenmarkt bekanntmachen wollen – also vor allem für Startups. So kann diese Strategie dabei helfen, schnell die Bekanntheit zu erhöhen und viele neue Kunden zu gewinnen. Doch die Streuverluste und Kosten sind hoch, sodass auch Startups auf einen strategischen Mix aus Push und Pull setzen sollten.

Entscheide Dich also immer für die Strategie, die zu Deinem Unternehmen, Deinen Kunden und Deinen Werbezielen passt.

Für Unternehmen, die recht neu auf dem Markt sind und Produkte anbieten, die noch sehr unbekannt sind. Denn dadurch steigt die Bekanntheit innerhalb kürzester Zeit. Ist Dein Unternehmen jedoch bei Deiner Zielgruppe schon sehr bekannt und hast Du Dich durch Branding schon auf dem Markt etabliert, solltest Du eher versuchen, Deine Kunden mit relevantem Inhalt, wie Informationen und Werbemaßnahmen, an Dein Unternehmen zu binden. Dies erreichst Du durch die Pull-Strategie. Natürlich ist oft auch eine Kombination aus beiden Methoden sinnvoll.

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