PPC, CPC, CTR? Du verstehst nur Bahnhof? In diesem Beitrag soll sich das ändern. Wir erklären Dir einfach und verständlich, Schritt für Schritt, was mit diesen Abkürzungen gemeint ist. Da PPC Marketing insbesondere für KMU’s, kleine und mittlere Unternehmen wichtig ist, soll dieser Ratgeber helfen.

Kleine Unternehmen haben oft nur sehr geringe oder gar keine Budgets für Werbe Kampagnen oder das beauftragen einer teuren Werbeagentur. Dadurch lässt es sich nur sehr schwer auf sich aufmerksam machen. Es eignet sich somit ein Modell, bei dem das Unternehmen nur für den Klick und nicht für das Schalten zahlt. Dies wird als PPC bezeichnet. Was dies ausgeschrieben bedeutet und welche Kennzahlen es noch gibt, erfährst Du in diesem Blog Artikel.

Die einzelnen Begriffe und deren Bedeutung

PPC: Ausgeschrieben bedeutet es „Pay Per Click“. Damit ist gemeint, es wird pro Klick gezahlt. Entweder Du zahlst pro Klick eines Nutzers, oder Du erhältst Geld pro Klick eines Nutzers. Zu den verschiedenen Formen kommen wir später noch. Zunächst einmal möchten wir Dir das Prinzip dahinter vorstellen.

Stell Dir vor, ein Vertreter einer Firma kommt zu Dir in den Laden. Nehmen wir mal an, Du verkaufst Fahrräder. Der Vertreter bietet Dir an, Werbeprospekte an Deiner Kasse auszulegen. Kommt nun ein Kunde zu Dir an die Kasse und nimmt sich eines der besagten Prospekte, erhältst Du Geld. Wie viel das pro Prospekt ist, hast Du vorher mit dem Vertreter vereinbart, in diesem Beispiel 1 Euro. Am Ende des Monats kommt dieser wieder zu Dir in den Laden, um Dich zu entlohnen. Er stellt fest, dass 100 Prospekte von Kunden mitgenommen wurden. Du bekommst 100 € von ihm. Der Vertreter hat Dir also 1 € pro Prospekt gegeben. Wie viele er allerdings zum Ausstellen dagelassen hat, ist hierbei unbedeutend.

Wendet man diese Analogie nun im Online Marketing an, wird aus dem Prospekt ein Banner und aus dem Laden eine Internetseite. Das Mitnehmen eines Prospekts, sprich eines Werbemittels, ist mit einem Klick auf das Banner gleichzusetzen. Somit erhältst Du 1 € pro Klick auf das Banner, das nennt man CPC („Cost Per Click“ = Kosten pro Klick). Derjenige, der auf Deiner Seite Werbung für sich macht, hat Kosten in Höhe von 1 € pro Klick.

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CTR – Was ist das?

Wir wissen nun, was PPC und CPC bedeutet, kommen wir nun zu der Kennzahl CTR. Ausgeschrieben bedeutet diese Abkürzung „Click Through Rate“, auf Deutsch, Klickrate. Die Klickrate beschreibt das Verhältnis zwischen den Klicks, zum Beispiel auf ein Banner und der Anzahl, wie oft es angezeigt wurde. So lässt sich also sehr schnell erkennen, wie effektiv ein Banner auf Deiner Webseite ist. Je höher die CTR ist, umso besser. Bedenke hierbei aber, dass bereits eine Klickrate von 5 % durchaus sehr gut sein kann. Dazu aber nachher mehr.

PPC Marketing als erfolgreiches Werbemittel

PPC Marketing beschreibt das gezielte Einsetzen von Werbemitteln zur Erzeugung von Inbound Marketing, die nur dann Kosten erzeugen, wenn ein Nutzer auf diese klickt. Das heißt im Umkehrschluss, die Anzeige muss den Nutzer ansprechen. Ist dies nicht der Fall, wird sie ignoriert.Dadurch sinkt die CTR. Der Suchmaschinenanbieter Google zum Beispiel nutzt diese Werte, um Anzeigen optimal zu schalten.

PPC Marketing als erfolgreiches Werbemittel

Beispiel: Wenn nun ein Nutzer bei Google „Fahrrad kaufen“ eingibt, wäre es logischerweise wünschenswert, wenn Du ganz oben erscheinst. Du stellst bei einem Selbstversuch fest, dass die ersten Ergebnisse mit der Bemerkung „Anzeige“ versehen sind, zudem sind sie extra hervorgehoben. Keines der Ergebnisse deutet auf Deine Seite hin, erst auf der nächsten Seite findest Du Deine Webseite. Das muss sich ändern, beschließt Du und möchtest bei Google eine Anzeige schalten. Hierfür benötigst Du einen Account bei AdWords.

Nachdem Du erfolgreich einen Account bei AdWords erstellt hast, möchtest Du eine Kampagne erstellen. Damit die Anzeige immer ganz oben erscheint, sobald ein Nutzer den vorher von Dir bestimmten Suchbegriff, sprich Keyword, eingibt. Wenn solche neuen Interessenten dann von sich aus auf Dich aufmerksam werden und zu Dir kommen nennen wir das Pull Marketing. Hier ein paar Tipps.

Tipps für AdWords

Google will seinen Nutzern immer nur das anzeigen, was diese auch wirklich interessieren könnte. Daher ist es wichtig für Dich, die Anforderungen von Google immer zu erfüllen. Das gilt auch bei Anzeigen. Denn wie gesagt: Google will seinen Nutzern weiterhelfen und sie nicht zumüllen. Gestalte Deine Anzeige ansprechend. Gib so wenig Informationen wie möglich und so viele wie nötig bekannt. Nur Werbung, die seriös und neugierig macht, lässt einen Internetnutzer darauf klicken und das ist es doch worum es geht. Die Klickrate auch Conversion rate genannt so groß wie möglich werden zu lassen.

Sobald der Suchmaschinenriese erkennt, dass Deine Werbeanzeige keinen interessiert und folglich nur wenig angeklickt wird, verschwindet diese wieder. Das bedeutet, das Du mit schlechten Anzeigen nicht nur wenige Klicks erzeugst, sondern sogar Google Dich ebenfalls dafür bestraft. Wie Du gute Anzeigen zur Kundengewinnung gestaltest, die auch geklickt werden und wie Du Deine Conversion rate berechnest und steigerst, erfährst Du ebenfalls hier auf dieser Website.

Aus diesem Grund ist PPC Marketing sehr flexibel und dadurch auch so erfolgreich. Du musst nur dann zahlen, wenn ein Klick getätigt wurde. Du kannst es also selber aktiv steuern, indem Du Deine Anzeigen ansprechend gestaltest. Lass Dich aber nicht von der „niedrigen“ CTR demotivieren. Es ist völlig normal, dass von 100 Besuchern nur ca. fünf einen Klick tätigen. Gründe dafür sind zum Beispiel:

  • Versehentliches Klicken auf Deine Seite (dabei wird der Besucher trotzdem gezählt)
  • Werbung ist falsch ausgerichtet und spricht den Nutzer nicht an
  • Die Anzeige interessiert den Kunden nicht und wird ignoriert
  • Das Banner wird aufgrund von Störungen nicht richtig angezeigt
  • Die Anzeige wird übersehen

Tipps für effektives PPC Marketing

Du hast nun Deine erste eigene Werbung erstellt und festgelegt, dass Dich ein Klick auf Deine Anzeige 0,20 € kostet. Nach einer Woche merkst Du, dass die Benutzerzahlen nicht nach oben gehen. Die Anzeige läuft also nicht effektiv. Hier ein paar Tipps um dies zu beheben:

Tipps für effektives PPC Marketing

  • Die Anzeige muss Dich von der Konkurrenz herauskristallisieren. Mach zum Beispiel auf Aktionen und Rabatte aufmerksam.
  • Achte darauf, dass die verwendeten Keywords der Werbung auch auf Deiner Seite vorkommen.
  • Mach die Nutzer auf Deine Seite neugierig, aber übertreib dabei nicht.
  • Erhöhe den Preis pro Klick, damit Dich Google bei Erfüllung aller Kriterien bevorzugt.

PPC Marketing bezieht sich nicht nur auf Anzeigen via AdWords. So kannst Du bei allen Suchmaschinen Werbung schalten. Bing ist an dieser Stelle nicht zu vergessen. Auch in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter und YouTube. Hierbei zählt nicht nur, was in der Anzeige steht, sondern besonders das Aussehen. Werbung, die Bilder oder Videos enthält, ist bei Weitem erfolgreicher als ohne. Suche Dir also passende Bilder für Facebook Ads oder Instagram Anzeigen.

So, nehmen wir mal an, mittlerweile wurden alle Tipps von Dir angewendet und nach zwei Wochen betrachtest Du die Ergebnisse. Die Besucheranzahl ist tatsächlich angestiegen. Dir fällt aber auf, viele Nutzer entsprechen nicht Deiner Zielgruppe. Um dies zu verhindern, kannst Du Anzeigen auf Zielgruppen ausrichten. Das fängt bereits bei dem Land an, in dem der Nutzer lebt. Die Rede ist hier von „Geo-Targeting“. Nur Nutzer des ausgewählten Landes können Deine Werbung sehen. Diesen Filter kannst Du auf fast alles anwenden. Wir empfehlen Dir, eine genaue Zielgruppenanalyse durchzuführen. Dadurch werden Deine Anzeigen effizienter gemacht und Du sparst sogar noch Geld.

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PPC Marketing und Suchmaschinenoptimierung

Wenn ein Text auf Deiner Seite eine sehr gute Suchmaschinenoptimierung hat, eignet er sich optimal für Werbe Kampagnen. Denn Suchmaschinen können den Text dadurch indexieren und wissen, was auf der Seite steht. Gibt ein Nutzer nun Deine Keywords ein, ordnet die Suchmaschine im besten Fall das Keyword Deiner Seite zu. Das Ergebnis ist eine Werbeanzeige Deiner Seite. Daraus ergibt sich logischerweise, dass eine schlechte SEO den gegenteiligen Effekt liefert. PPC Marketing und Suchmaschinenoptimierung sind deshalb eng verknüpfte Gebiete. Dies kann aber auch die Einnahmen auf Deiner Seite steigern, falls Du AdSense oder ähnliche Anbieter verwendest. Dazu aber mehr im folgenden Abschnitt.

PPC Marketing und Suchmaschinenoptimierung

Mit PPC Marketing Geld verdienen

Nun haben wir gelernt, was PPC Marketing eigentlich bedeutet und warum es so essenziell für KMU’s ist. Aber es bedeutet nicht immer, dass dadurch Kosten entstehen, es kann sogar Geld damit verdient werden. Wie das geht, erklären wir Dir im Folgendem.

Zu Beginn des Textes hatten wir den Vergleich mit dem Fahrradladen aufgestellt. Ein Vertreter einer Firma zahlt Dir Geld, wenn ein Kunde sein Prospekt mitnimmt. Genau so läuft es auch im Internet ab. Firmen zahlen Dir Geld, wenn Du ihre Werbung auf Deiner Seite schaltest. Dafür gibt es mehrere Modelle. Entweder Du bekommst Geld pro tausend Besucher, auch CPMCost Per Mille“ genannt, oder eben pro Klick. Wir schauen uns aber das PPC Marketing an.

Mit AdSense Geld verdienen

Für die Erklärung, wie Du mit PPC Marketing Geld verdienen kannst, nehmen wir als Beispiel AdSense. Es gibt zahlreiche andere Anbieter, die mindestens genauso gut sind. AdSense ist aber der größte Anbieter.

Wenn jemand mit dem Anbieter AdWords Werbung im Internet schaltet, wird die Anzeige mit AdSense ausgeliefert. Das heißt: Um mit Deiner Seite Geld durch Werbung zu verdienen, musst Du AdSense implementieren. Wie das geht, findest Du auf der Webseite von AdSense. Ist dies getan, kannst Du auswählen, wie groß ein gewünschtes Werbebanner sein soll und wo dieser platziert wird. Klickt nun ein Besucher Deiner Seite auf dieses Banner, wirst Du vergütet. Allerdings kann vorher nicht gesagt werden, wie hoch diese Summe ist. Das liegt daran, dass verschiedene Bieter auf dieses Banner bieten können. AdSense weist aber nur dem Bieter diesen Platz zu, der die höchste Wahrscheinlichkeit einer Interaktion verspricht. Wir erinnern uns: Anzeigen müssen für Google relevant sein. Das heißt aber auch, dass der Text auf Deiner Seite gut von der Suchmaschine erkannt werden muss. Nur dadurch kann eine kontextbezogene Anzeige geschaltet werden, die logischerweise auch höher vergütet wird.

Nicht nur Banner sind Teil des PPC Marketings, sondern auch Textanzeigen in Form eines Links. Diese sind nicht immer sofort zu erkennen. Nutzer überlesen diese gerne schnell. Hier empfiehlt es sich, dass Du aktiv auf den Link hinweist. Sätze wie „Mit einem Klick hierauf erfährst Du mehr“ reichen dafür bereits. Wichtig ist, die Nutzer nicht zu täuschen oder zu einem Klick drängen. Eine solche „Nötigung“ kann schnell von Google abgestraft werden.

Generell sollte Dir bewusst sein, Content ist Gold. Übertreibe nicht mit Werbung. Nur die richtige Balance zwischen PPC Marketing und Content Marketing bringt das anvisierte Kundenwachstum.

Fazit

Wir fassen das Gelernte zusammen: Mit Hilfe von PPC Marketing können insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen gezielt werben. Somit lässt sich bereits mit einem kleinen Budget effektiv Werbung machen. Die ständige Optimierung der Anzeigen ist essenziell und notwendig, lässt sich aber einfach gestalten. PPC Marketing und Suchmaschinenoptimierung liegen sehr eng beieinander und sparen nicht nur Geld bei richtiger Verwendung, sondern können Einnahmen erhöhen.

Die Chancen, die sich einem kleinen oder mittleren Unternehmen ergeben sind somit immens. Es benötigt weder eine große Marketingabteilung noch ein hohes Budget für eine Werbeagentur. Theoretisch könntest Du mit PPC Marketing ganz alleine die komplette Werbung für Deine Seite organisieren.

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