Brainstorming gehört zu den bekanntesten Kreativitäts- und Problemlösungstechniken weltweit und „… ist eine von Alex F. Osborn 1939 entwickelte und von Charles Hutchison Clark modifizierte Methode zur Ideenfindung, die die Erzeugung von neuen, ungewöhnlichen Ideen in einer Gruppe von Menschen fördern soll. Er benannte sie nach der Idee dieser Methode, nämlich using the brain to storm a problem.“ (Quelle siehe http Link zu Wikipedia)

Vor allem in Werbeagenturen oder im Marketing, wo kreative Lösungswege gefragt sind, erfreut sich die Brainstorming Methode großer Beliebtheit. Das Ziel: Ideen zu generieren, und zwar so viele wie möglich. Doch wie gelingt effizientes Brainstorming genau? Wie kann der Ablauf optimiert werden und welche Regeln gibt es zu beachten? Antworten auf diese und weitere Fragen geben wir Dir heute. 

Wie läuft ein Brainstorming ab?

Der Ablauf eines Brainstorming folgt meist einem einfachen und ähnliches Schema. Es kann entweder alleine oder in einer Gruppe durchgeführt werden.

Wie läuft ein Brainstorming ab?

  1. Problemstellung definieren

    Zunächst wird die Problemstellung klar definiert und beschrieben. Wo stehst Du jetzt gerade? Was ist das Problem und was für Lösungen werden gesucht? Versuche es so präzise wie möglich zu beschreiben und das Thema einzugrenzen. Schenke Randthemen, die nur eine minimale Rolle spielen, keine Zeit. Konzentriere Dich auf machbare und relevante Dinge und Themen. Bevor Du loslegst, solltest Du dir auch noch einmal entsprechende Richtlinien des Brainstormings vergegenwärtigen. Vor allem bei einem Brainstorming Meeting, z.B. in einer Werbeagentur, ist es wichtig, dass alle Brainstorming Teilnehmer die selben Regeln befolgen.

  2. Durchführung

    Nun geht es los. Schreibe Deine Gedanken auf. Jeder Gedanke, der Dir zu Deinen gewählten Themen einfällt, muss aufs Blatt. In der Gruppenarbeit kann dies zunächst individuell geschehen, oder direkt zusammen. Dann wird am besten mit einem großen Blatt oder Whiteboard gearbeitet. Auf diesem kann jeder seine Gedanken und Geistesblitze notieren. Einer der wichtigsten Tipps: Lass Dich ruhig von anderen Gruppenteilnehmern inspirieren und habe keine Scheu, auch etwas ähnliches aufzuschreiben.

  3. Ideensortierung und Diskussion

    Sind alle Gedanken aufgeschrieben, müssen diese nun sortiert und diskutiert werden. In einem Meeting sollte jede Idee nacheinander in der Runde diskutiert werden, um diese weiter auszuführen. Sinnvolle Ideen sollten nun vertieft, weiterentwickelt und in einen Zusammenhang gestellt werden. Gruppiere ähnliche Themen und Informationen und fasse sie zusammen. Besonders wichtig: Diskussionen sollten offen und locker geführt werden.

  4. Analyse und Bewertung

    In der Nachbereitung werden die Ideen nun bewertet. Was sind mögliche Vorteile, was sind Nachteile, was wäre schwierig zu realisieren, was absolut machbar und was wären mögliche Hindernisse? In einer Gruppe mit verschiedenen Fachbereichen und Experten einer Agentur, sollte jeder eine persönliche Einschätzung abgeben. Die Analyse und Bewertung sollte mit einer Abstimmung enden. Wenn zuvor individuell gearbeitet wurde, werden nun alle notierten Gedankengänge auf eine Tafel geschrieben. Jeder Teilnehmer erhält 3 Stimmen und darf somit 3 Ideen auswählen. Am Ende wird mit den 3-5 Ideen, die die meisten Stimmen erhalten haben, weiter gearbeitet. Die anderen werden zunächst zur Seite geschoben oder komplett verworfen.

  5. Planung

    Ideen alleine haben keinen Wert, wenn sie nicht ausgeführt werden. Deswegen sollte zum Abschluss einer jeden Brainstorming Methode ein detaillierter Plan ausgearbeitet werden. Welche Schritte stehen als Nächstes an? Was muss dafür getan werden? Eventuell ist nun tiefere Recherche und Nachforschung gefragt. Verkäufer müssen kontaktiert oder eine Zielgruppeanalyse durchgeführt werden. Sinnvoll ist es auch, wenn sich die Mitglieder der Brainstorming Sitzung nun regelmäßig treffen, um den aktuellen Status Quo zu besprechen und Feinjustierung zu betreiben.

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Brainstorming, wie geht das am effektivsten?

Was macht effektives Brainstorming aus? Auf was musst Du achten, damit am Ende nicht nur Ideen auf dem Blatt stehen, sondern auch Resultate folgen? Ein wichtiger Faktor dazu ist auch der Einsatz effektiver Zeitmanagement Methoden. Dazu mehr im Artikel Zeitmanagement Methoden mit diesem Link. Hier verraten wir Dir die wichtigsten Tipps im Überblick!

Brainstorming, wie geht das am effektivsten?

  1. Definiere eine präzise Fragestellung

    Ob Zielgruppenanalyse, Strategien für die Neukundengewinnung und Kundenwachstum, Themen für ein Ebook oder pure Ideenfindung. Deine Fragestellung ist der Ausgangspunkt, das Fundament eines jeden Brainstormings. Je klarer und spezifischer Du diese formulieren kannst, desto effektiver wird das Brainstorming verlaufen. Vor allem in einer Gruppensitzung ist dies essentiell. Denn eine klare Aufgaben- und Fragestellung vermeidet Missverständnisse. Sie stellt sicher, dass alle in die selbe Richtung denken. Zu Beginn ist es deshalb sinnvoll, jeden Brainstorming Teilnehmer das Problem aus seiner Sicht schildern zu lassen. Beachte auch, Probleme wirklich zu erforschen und den Kern des Problems zu identifizieren.

  2. Kompetent moderieren

    In einer Gruppensitzung oder in einem Seminar ist außerdem ein kompetenter Moderator äußerst wichtig. Dieser muss darauf achten, dass die vorher festgelegten Richtlinien des Brainstormings von allen Gruppenteilnehmern eingehalten werden und die Gruppendynamik im Auge behalten. Der Moderator ist auch dafür zuständig neue Impulse zu setzen, falls die Ideenfindung stockt.

  3. Unbedingt vermeiden: Kritik

    Kritisieren hat in einem Brainstorming nichts verloren. Stattdessen ist eine entspannte und offene Atmosphäre wichtig, damit sich Kreativität frei entfalten kann. Niemand sollte fürchten, für abwegige Gedanken kritische Kommentare zu erhalten. Denn oftmals sind es gerade diejenigen Gedanken, die den Durchbruch bringen, die auf den ersten Blick unrealistisch, seltsam oder albern klingen. Es ist unmöglich dies vorher zu wissen.

  4. Alle Gedanken dokumentieren

    Unbedingt sollten alle Gedanken dokumentiert werden. Somit besteht keine Möglichkeit, etwas zu vergessen, für das zunächst keine Verwendung besteht. Eventuell könnte dieses aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder wichtig werden. Außerdem wird so jedem Teilnehmer signalisiert, dass seine Gedanken wertgeschätzt werden. Ganz egal, um was für eine Idee es sich handelt.

  5. Andere Ideen aufgreifen

    Häufig finden sich die besten Ideen über Umwege. Deswegen sollte jeder Teilnehmer dazu animiert werden, Gedanken von anderen aufzugreifen und weiterzuentwickeln. So werden verschiedene Gedanken von verschiedenen Teilnehmern miteinander kombiniert und genau dann geschehen oftmals magische Dinge und bahnbrechende Problemlösungen. Dieser Vorgang wird auch als „Ideen-Sex“ bezeichnet.

  6. Unkonventionelle Ideen fördern

    Je unkonventioneller ein Geistesblitz, desto besser. Selbst wenn keine Verwendung für eine Idee besteht, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Kreativität angekurbelt und Denkblockaden überwunden werden. Vor allem in der Werbung, in Werbeagenturen und im Marketing wichtig.

Warum ist Brainstorming eine Problemlösungstechnik?

Sämtliche Problemlösungstechniken haben eine Gemeinsamkeit: Sie möchten alternative Lösungswege für ein spezifisches Problem finden.

Warum ist Brainstorming eine Problemlösungstechnik?

Genau das tust Du auch mittels Brainstorming. Geschieht dies in einer Gruppe, werden viele verschiedene Personen in die Problemlösung mit einbezogen, was die Wahrscheinlichkeit eine Lösung zu finden drastisch erhöht. Effektivität sollte zunächst eine untergeordnete Rolle spielen, damit eine drucklose und kreative Atmosphäre geschaffen wird. Der wichtigste Eckpfeiler des Brainstorming und einer jeden Problemlösungstechnik ist Kreativität.

Regeln für das Brainstorming

Wir haben es bereits kurz angesprochen: Klare Regeln sind für ein effizientes Brainstorming extrem wichtig. Damit ein Arbeitsflow entsteht, solltest Du folgende 5 Tipps beachten:

Regeln für das Brainstorming

  1. Regel: Keine Kritik
    Egal, wie verrückt, blöd oder albern eine Idee ist, sie ist willkommen. Sich oder andere zu kritisieren ist der größte Brainstorming Killer und sollte unbedingt vermieden werden. Deshalb gilt: Niemals kritisieren!
  2. Regel: Quantität vor Qualität
    Im Brainstorming geht es darum, so viele Ideen wie möglich zu generieren. Deshalb sollte zunächst gesammelt und notiert werden ohne Gedankengänge zu werten. Alles muss aufs Blatt, egal was Dein Verstand sagt.
  3. Regel: Kein Copyright
    Im Brainstorming gibt es kein Copyright. Wenn Du in der Gruppe arbeitest, gibt es nicht „Deine Idee“, es gibt nur Ideen. Im Optimalfall setzt Du mit einer Idee einen neuen Impuls, den ein Kollege aufgreift und weiterentwickelt.
  4. Regel: Querdenken erwünscht
    Um effektives Brainstorming zu gewährleisten, ist es wichtig neue Denkweisen zu erschließen und bekannte Denkpfade zu verlassen. Sei kreativ. Versuche zu assoziieren. Schweife mal ab vom Thema und tauche ein in Deine Phantasie. Stehst Du vor einer vermeintlich unmöglichen Aufgabe, frage Dich: Was würdest Du tun, wenn es kein Scheitern gebe? Was würde die Aufgabe vielleicht doch möglich machen?
  5. Regel: Alle sind aktiv
    In einem Seminar oder Gruppensitzung sollten alle aktiv am Brainstorming teilnehmen. Alle leisten einen aktiven Beitrag. Alle diskutieren, sprechen und lernen miteinander und schaffen gemeinsame eine kreative Arbeitsatmosphäre.

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