In unserem heutigen Artikel geben wir Dir Antworten rund um das Thema Semantische Suche und wie Du sie für Dein Marketing und Deine Neukundengewinnung im Internet nutzen kannst. Suchmaschinen werden immer schlauer und komplexer. Durch neue Technologien sind viel komplexere Suchanfragen möglich. Suchmaschinen erlernen unser Verhalten im Internet. Dadurch ist es möglich, jedem einzelnen Nutzer das richtige Ergebnis zu liefern.

Hier ein erstes Beispiel für die semantische Suche:

Nutzer A ist Unternehmer und interessiert sich für Autos. Im Internet schaut er sich deshalb oft Videos oder Beiträge über Autos an. Nutzer B ist Forscher. Er erforscht unbekannte Tierarten in den verschiedensten Teilen der Welt. Dafür erkundigt er sich auch häufig über die Arbeit seiner Kollegen im Netz. Würden nun beide den Suchbegriff „Jaguar“ eingeben, würden völlig verschiedene Ergebnisse erscheinen. Nutzer A bekommt hauptsächlich Ergebnisse über die Automarke angezeigt und Nutzer B über das Tier! Es werden also individuell unwichtige Suchergebnisse ausgeblendet oder weiter unten angezeigt. Die Nutzer kommen also mit dem „gleichen“ Suchbegriff und unterschiedlichen Vorstellungen beide an ihr Ziel, weil die Suchmaschine aufgrund des vorangegangenen Verhaltens entsprechende Ergebnisse liefert. Du merkst also, wie wichtig eine genaue Zielgruppendefinition ist.

Das Erlernen von Verhalten und das gezielte Anwenden ist ein Hauptbestandteil der Semantischen Suche. In diesem Artikel wollen wir uns diese Art von Suchmaschinen genauer anschauen und Dir anschließend einige Tipps geben, wie Du davon profitieren kannst.

Definition von Semantischer Suche

Semantic ist altgriechisch und ist die Lehre der Bedeutung von Zeichen aller Art. Im englischen Sprachraum spricht man auch von semantic search.

Was bewirkt die semantische Suche

Eine Semantische Suchmaschine will verstehen, was der Nutzer eingegeben hat. Menschen sind wahre Meister im Assoziieren. Dafür benötigt es eine gewisse Intelligenz, denn nur so ist es möglich, Zusammenhänge oder Bedeutungen im Kontext zu erkennen und zu verstehen. Wir Menschen verwenden z.B. häufig den gleichen Begriff, um verschiedene Dinge zu beschreiben. Andersherum verwenden wir auch verschiedene Begriffe, um das gleiche zu beschreiben. Besonders in der deutschen Sprache ist dieses Phänomen bekannt. Nur wenige Sprachen sind so komplex, wie die deutsche.

Eine Keyword Suchmaschine (auch search engine) macht genau das, was ihr gesagt wird: Sie sucht nach den Erscheinungen des gesuchten Wortes. Das schränkt natürlich die Suchergebnisse extrem ein, weil beispielsweise Synonyme völlig vernachlässigt werden und nicht in den Suchergebnissen erscheinen, obwohl sie passend wären. Es ist fast unmöglich einen Text so zu schreiben, dass alle Synonyme eines Keywords vorkommen und wenn doch, dann ließe sich der Text nur noch sehr schwer lesen.

Google mag zwei Sachen überhaupt nicht:

1.: Text, der maschinell und schlecht klingt, wenige Informationen und keinen Mehrwert liefert und in die Irre führt.

2.: Eine schlechte Strukturierung und Unübersichtlichkeit.

Würdest Du also nun einen Text verfassen, der mit allen Synonymen eines Keywords gespickt ist, würdest Du höchstwahrscheinlich eher weiter unten in den Ergebnissen angezeigt werden.

Neue Wege dank semantischer Suche

Mit der Semantischen Suche wurde eine komplett neue Suche erschaffen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wird eine Suchanfrage sehr differenziert betrachtet. Die Suchmaschine gleicht die Anfrage mit anderen ähnlichen Anfragen ab, um die Eingabe einzuordnen. Sobald sie dies getan hat, kann sie nach Synonymen suchen. Nutzer erhalten dann tatsächlich nur die Ergebnisse, die auch relevant für sie sind. Die Semantische Suche bringt vor allem Google immer wieder in die Kritik. Um Ergebnisse zu optimieren, werden Daten von Nutzern gespeichert. Google weiß somit, wie Benutzer agieren und denken. Dies wird auch für das Retargeting genutzt.

Die Befürchtung von Kritikern ist hier, dass Google die Daten (Big Data) an Firmen verkaufen könnte. Mit den gewonnenen Daten können die Internetnutzer gezielt mit Werbung angesprochen werden. Laut Angaben von Google werden die Daten nicht verkauft, sondern nur für interne Systeme, wie zum Beispiel AdSense verwendet.

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Wie funktioniert die Semantische Suche?

Ohne eine intelligente Klassifizierung wäre es nicht möglich, die Vielzahl der Inhalte im Netz erfolgreich zu organisieren. Die neuen semantischen Technologien können jedoch die strukturellen Defizite weitgehend kompensieren und die Suchbegriffe so interpretieren und in Beziehungen bringen, wie es normalerweise nur Menschen können. Die Bedeutung und der Kontext können analysiert und konkretisiert werden.

Wir verraten Dir, wie die Semantische Suche funktioniert

Früher war die Eingabe des Suchbegriffes für den Computer eine simple Aneinanderreihung von Buchstaben oder Zahlen, auch String (Zeichenkette) genannt. Die Semantische Suche betrachtet die Anfrage aber ganz anders, eben menschenähnlicher. Mit Hintergrundwissen über den Nutzer oder den Begriffen kann sie die Suche spezifizieren. Dabei bringt die Suchmaschine den Suchbegriff in Beziehungen mit potenziell nützlichen Texten und gibt die größten Übereinstimmungen heraus.

Angenommen jemand sucht nach „Müller Milchreis“. Würde man diese Phrase in eine Suchmaschine eingeben, die auf Keywords basiert, würden unzählige Beiträge über Milchreis, den Namen Müller, die Firma Müller oder Müller Milchreis erscheinen. Die Suchmaschine kann schließlich nicht wissen, was der Nutzer mit dieser Phrase meint.

Darauf solltest Du achten

Ganz anders sieht dies bei einer Semantischen Suchmaschine aus. Sie kann aufgrund von sogenannten Thesauri (Plural von Thesaurus: Wortnetz, dessen Wörter in Relation zueinander stehen) auf Wissen zugreifen. Durch gezielte Assoziationen gelingt es dem Algorithmus zu erkennen, dass bei der Suche der Milchreis der Marke Müller gemeint ist. Infolgedessen werden auch nur Webseiten angezeigt, die Inhalte mit genau diesem Produkt bereitgestellt haben. Alles andere fällt dabei raus.

Semantische Technologien haben die Fähigkeit, die Benutzer effektiv zu identifizieren, den verwendeten Begriff zu verstehen, ihn basierend auf den Anwendungsfall zu interpretieren und entsprechende Begriffe zu assoziieren. Dies bedeutet, dass die Suchmaschine Probleme erkennen kann, die der Benutzer zu lösen versucht und hierfür geeignete Ergebnisse präsentieren kann. Ergebnisse, die  von der Identität des Benutzers abhängen.

Auch Kommentare zählen Du Deinem Content

Da die Semantische Suche alle Teile Deiner Webseite untersucht und identifiziert, werden auch Kommentare von Nutzern unter oder in Deinen Beiträgen erfasst. Das kann entweder ein großer Vorteil oder ein Nachteil für Dich sein. Der Vorteil liegt darin, dass die Nutzer durch ihre Kommentare Content liefern. Manche liefern konstruktive und gute Kommentare, andere eher nicht. Die „guten“ Kommentare erweitern das Spektrum Deiner Webseite und bringen wiederum neue Nutzer.

Die „schlechten“ allerdings können manchmal problematisch sein. Zum einen können diese Beiträge beleidigend, anstößig, rassistisch oder ähnliches sein. Manchmal schleichen sich aber auch kopierte Inhalte von anderen Webseiten oder Beiträge ein, die genauso schon mal veröffentlicht wurden. Double Content sieht Google gar nicht gerne. Hierbei wirst Du von Google durch schlechtere Rankings abgestraft. Solche Kommentare können Dich in ein schlechtes Licht rücken und führen zwangsläufig ebenfalls zu Abstrafungen. Moderiere Deine Webseite also ausreichend, um solche Probleme zu vermeiden.

Vorteile der Semantischen Suche

Nun weißt Du, wie die Semantische Suche funktioniert. Aber was genau damit anzufangen ist und welche Vorteile wir daraus ziehen können, darauf gehen wir jetzt ein.

Die Vorteile der Semantischen Suche

Dadurch, dass die Semantische Suche unglaublich intelligent ist, dürfen die Nutzer die gesuchten Phrasen sogar falsch schreiben. Die Suchmaschine erkennt dies und liefert trotzdem die richtigen Antworten. Wir erinnern uns: eine Keywordbasierte Suchmaschine würde wahrscheinlich keine Ergebnisse liefern oder nur Seiten, wo das Keyword ebenfalls falsch geschrieben ist. Einzelne Shopsysteme haben Suchfunktionen, die stark mit Keywords arbeiten. Hier versuchen Händler, durch sogenannte Tags ihre Produkte zu beschreiben. Damit sie auch bei falscher Eingabe des Wortes angezeigt werden, schreiben sie das Wort ebenfalls falsch in die Tags. Solche umständlichen Aktionen wären in einer rein Semantischen Suchfunktion nicht nowendig.

Beispiele

Damit aber nicht genug. Die Semantische Suche kann noch einiges mehr. Mit dem sogenannten Knowledge Graph kann Google gezielt Informationen über Orte, Personen und Ereignisse bereitstellen. Zwei Bespiele, was damit gemeint ist: Nehmen wir mal an, Du bist Fan vom FC Bayern München und sie spielen gerade. Du bist allerdings unterwegs und kannst Dir das Spiel nicht anschauen. Du würdest aber wenigstens gerne wissen, wie der Spielstand ist. Um den Spielstand zu erfahren, reicht es „Bayern“ einzugeben. Google stellt Dir dann als erstes Ergebnis den aktuellen Spielstand zur Verfügung und nicht Wikipediaeinträge oder ähnliches. Das ist nur möglich, weil die Suchmaschine durch logische Operationen und Datenbanken „weiß“, dass Bayern München heute spielt.

Das zweite Beispiel ist besonders für den folgenden Abschnitt relevant. Angenommen Du willst wissen, wann George Clooney geboren ist – vielleicht im Mai oder im Oktober? Dafür gibst Du die Frage „Wann ist George Clooney geboren?“ ein. Beachtenswert ist hierbei, dass das Keyword „Geburtstag“ oder „Geburtsjahr“ nicht eingegeben wurde! Trotzdem „weiß“ die Suchmaschine, was Du meinst und zeigt Dir das Geburtsjahr und das Alter an. Dies ist möglich, weil Wikipedia strukturierte Daten zur Verfügung stellt. Google kann sie besonders gut lesen und ist somit in der Lage, Dir Deine Frage zu beantworten. Über strukturierte Daten sprechen wir im nächsten Abschnitt.

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Wie Du den Inhalt Deiner Website für die Semantische Suche vorbereitest

Wir wissen bereits, Google liebt Struktur. Denn dadurch fällt es der Suchmaschine leichter, die Daten einer Seite zu analysieren.

Wie Du Deine Webseite für die semantische Suche optimierst

Es liegt also nahe, dass strukturierte Daten auf Deiner Webseite ein wahrer Gewinn sind. Ein erster Schritt sind hier zum Beispiel Überschriften. Deine oberste Überschrift und somit auch das Hauptthema eines Beitrages sollten mit einem H1-Tag (<h1>) versehen werden. Google erkennt dann, um was es grundsätzlich geht. Unterüberschriften solltest Du mit H2-Tags oder H3-Tags kennzeichnen. Sie bezeichnen der Grad einer Überschrift. Der niedrigste Grad ist die H6. Niedriger als H4 empfehle ich aber nur in Ausnahmesituationen.

Mit Rich Snippets kannst Du bestimmte Ausschnitte Deiner Webseite in der Ergebnisliste anzeigen. Dabei wird mit einem HTML-Tag ein Bereich ausgewählt, der eine Fülle an Informationen bietet. Dies eignet sich besonders gut, wenn Du auf Deiner Webseite Produkte oder Dienstleistungen verkaufst. Google kann dann ganz genau einordnen, was Du verkaufst, wie viel es kostet und gegebenenfalls auch Bewertungen von anderen Kunden einbeziehen. Deine Seite kann dann wunderbar geranked werden. Falls Du wissen willst, welche HTML-Tags oder Markups Du für Deine Webseite oder Blog benutzen kannst, eignet sich die Webseite Schema.org am besten. Dort findest Du Anleitungen für die Strukturierung Deiner Webseite.

Fazit

Die semantische Suche nimmt stetig zu. Intelligente Systeme lernen unser Verhalten immer schneller und besser kennen. Wir kommen also in den Genuss einer optimierten Suche und sind es mittlerweile gewöhnt, schneller an unser Ziel zu gelangen. Weil auch Sprachassistenten wie Alexa oder Siri immer häufiger eingesetzt werden, ist es besonders  wichtig, dass Du auf Deiner Webseite genau den Syntax verwendest, wie es in der jeweiligen Sprache üblich ist. Versuche nicht, umständlich zu schreiben, nur damit genügend Keywords in Deinen Texten vorkommen. Es fällt der Suchmaschine leichter, Deinen Text zu identifizieren und ihn mit der eingegebenen Phrase des Suchers zu verbinden. Dadurch erschließt sich eine komplett neue Weise, Besucher für Deine Webseite zu erhalten.

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