Wer oft online einkauft, kennt das bestimmt. Nach dem Besuch des Webshops oder einer Produktseite werden Dir Werbebanner auf den Social Media Kanälen etc. eingeblendet, die zur Rückkehr in den Shop animieren sollen. Diese Form vom Banner Marketing nennt man Remarketing. Einige sagen es nervt, wenn einem wochenlang die Turnschuhe, die man sich einmal angeschaut hat im Internet verfolgen. Für Unternehmen ist diese Form des Marketings allerdings sehr lohnend, weil ein überdurchschnittlich großer Teil der Kaufinteressenten später zu Kunden werden. Nach dem Pareto Prinzip ist diese Art des Advertising Marketings aktuell eine sehr effiziente Methode.

Remarketing - Was ist es und was bringt es Dir für Dein erfolgreiches SEO

Remarketing oder auch Retargeting genannt bezeichnet eine SEO Online Marketing Strategie, mit der werbende Unternehmen Personen auf den Webseiten Dritter ansprechen. Bei diesen Personen handelt es sich um User, die vorher Deine Website besucht haben oder auch Bestandskunden sein können. Das Retargeting zählt zu einer der zielgerichtetsten Werbeanzeigen Techniken beim Internet Marketing. Möchtest Du diese Art der Werbung nutzen, hast Du die Wahl zwischen Google Remarketing und einigen anderen Anbietern. Auch wenn Du normalerweise Google Tools für Dein SEO Marketing einsetzt, kannst Du für die Retargeting Anzeige andere Anbieter nutzen.

Möchtest Du außerdem noch Menschen ansprechen, die Deine Produkt Websites noch nicht kennen, kannst Du dies ebenfalls mithilfe des Remarketing tun. Du wählst einfach ähnliche Zielgruppen aus, die genau Deiner Zielgruppen Persona entsprechen.

Das Remarketing funktioniert folgendermaßen: Ein Bestandskunde schaut sich in Deinem Online-Shop oder in Deinem Dienstleistungsangebot um, aber verlässt ihn, ohne zu konvertieren oder etwas zu kaufen. Danach besucht er eine andere Newsseite, Social Media Seite o.ä.. Das System spürt ihn auf und zeigt ihm auf der anderen Page ein Produkt aus Deinem Shop oder ein Dienstleistungsangebot von Dir als Display Werbebanner an.

Bei Website Besuchern, die noch keine Kunden sind, funktioniert das Remarketing ähnlich: Du erkennst ihre Interessen an ihrem Verhalten auf Deiner Website. Das Ganze kannst Du sogar noch wie folgt steigern: Hat ein potenzieller Kunde schon ein Produkt in den Warenkorb gelegt und verlässt Deinen Shop dennoch ohne Kauf, schickst Du ihm Werbung mit nur diesem einen Artikel hinterher. Auch Kunden, die ihren Kauf bereits abgeschlossen haben, kannst Du ergänzende Artikel per Display Werbebanner anbieten und so Cross Selling oder auch Up Selling erzeugen.

Beim Werbebanner Marketing unterscheidet man zwischen statischer und dynamischer Variante

Erstere besteht in der Präsentation der zuvor festgelegten Banner. Dynamisches Remarketing betreibt, wer genau die Artikel als Werbebanner einblendet, die der Nutzer zuvor im Onlineshop betrachtet hat. Die meisten Erinnerungsanzeigen werden pixelbasiert als Foto und Text versandt. Die Pixel Tags bringen zwar viele Kunden und sind sehr effektiv, können aber nur mit größerem Zeitaufwand eingebunden werden. Listenbasierte Anzeigen verwenden nur E-Mail Adressen und sind auf sehr kleine Zielgruppen (Newsletter Abonnenten) beschränkt. Weil sie erfahrungsgemäß aber eine noch höhere Conversion Rate erzielen, eignen sie sich besonders gut für Firmen mit kleinerem Werbeetat.

Google präsentiert Deine Werbebanner und Textanzeigen überwiegend auf den unzähligen Websites des Display Netzwerks. Manche Anzeigen werden jedoch auch über die Google Suchmaschinen Suche ausgespielt. Die Textanzeigen lassen sich unkompliziert erstellen und basieren auf einer zuvor genau durchgeführten Keyword Analyse. Wenn Du Deine Werbekampagne auf zusätzliche Produkte oder Dienstleistungen ausdehnen möchtest, mache unbedingt jeweils wieder eine weitere Keyword Recherche, um die Erfolgsquote nicht zu schmälern.

Du benötigst einen Google Analytics Account

Möchtest Du Kunden und Nutzern eine Anzeige zur Erinnerung schicken, benötigst Du ein Google Adwords Konto und einen Google Analytics Account. Bei Google Adwords stattest Du dann alle Websites Deines Shops oder Deiner Dienstleistungsangebote mit Tags aus. Diese speziellen Adwords Code Schnipsel erkennen und speichern die Cookies neuer Besucher. Als Cookie bezeichnet man im Online Marketing vom Browser hinterlegte Mikrodateien, die Informationen über die Vorlieben des Nutzers enthalten. Die Adwords Tags verknüpfen die Cookies mit den zuvor von Dir angelegten Remarketing Listen (Nutzergruppen). Besucht ein Nutzer einer bestimmten Gruppe eine mit einem Tag markierte Website, speichert ein Cookie seine Daten. Über diese erfährst Du dann, wofür er sich interessiert.

Im Unterschied zu anderen Marketing Kampagnen, die die Erhöhung der Reichweite zum Ziel haben, dient das Retargeting dazu, einer genau definierten Zielgruppe einen kurzfristigen Kaufanreiz zu bieten. Alternativ zu den Adwords Tags kannst Du natürlich ein GoogleAnalytics Tag verwenden, wenn Du Deine Business Website bereits mit einem solchen versehen hast. Doch egal, welche Methode Du für Deine Kampagnen nutzt – Du kannst Deine Besucher und Kunden über diese Listen nicht persönlich identifizieren: Die Google Richtlinien verbieten aus Datenschutzgründen eine derartige Vorgehensweise. Beim Einsatz vom Remarketing musst Du aber trotzdem unbedingt in Deiner Datenschutzerklärung darauf hinweisen und auch einen Cookie-Banner mit Zustimmungsfeld für Deine User einbauen.

Best Practice Beispiele für erfolgreiches Remarketing

Die Best Practice Beispiele die Du für Dein Marketing nutzen kannst

Um mit Deiner Remarketing-Kampagne erfolgreich zu sein, solltest Du zuvor Deine Zielgruppe definieren. Welche Search Marketing Strategie Du anwendest, richtet sich auch danach, ob Du ein B2B oder ein B2C Business hast. Gehört diese in den B2C Bereich, empfehlen wir Dir für Deine Remarketing-Kampagne die im Folgenden genannten Zielgruppen. Richte Deine Cookie Laufzeit dann entsprechend Deines Verkaufszyklus ein (am meisten werden 30 Tage eingesetzt):

  • allgemeine Besucher
  • produktorientierte Zielgruppe: Das sind Nutzer bzw. Interessenten, die sich bereits bestimmte Produkte eingehender angeschaut haben. Sie erhalten in Zukunft Werbeanzeigen, die dem angesehenen Produkt ähneln.
  • warenkorborientierte Zielgruppe: Das sind Nutzer mit einem starken Kaufinteresse. Um Deine Conversion Rate zu erhöhen, solltest Du ihnen spezielle Anzeigen zukommen lassen.

Achtung bei Käufern: Diese musst Du aus Erstkäufer Kampagnen entfernen. Sie erhalten dann nur noch Werbung, die der Kundenbindung dient, sonst sind diese schnell genervt.

Hast Du ein B2B Unternehmen, empfehlen wir Dir diese drei Zielgruppen einzurichten:

  • herkömmliche Website Besucher
  • Besucher, die sich Deine Preise anschauen (Sie haben ein größeres Kaufinteresse als die normalen Besucher)
  • Besucher, die eine kostenfreie Testversion oder mehr Informationen bestellen (Sie haben ein großes Interesse am Kauf Deines Produkts)

Plane hier je nach Angebt eine längere Cookie Laufzeit von 60 bis 90 Tagen ein.

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Vorteile und Nachteile von Remarketing

Die wichDie Vorteile und Nachteile des Remarketing aus Sicht des Onlinemarketingstigsten Vorteile des Remarketings auf einen Blick sind:

  • Steigerung der Klickrate
  • Optimierung der Conversion Rate
  • Umsatzsteigerung
  • Erhöhung der Conversion Rate beim Cross Selling, vor allem wenn Bestandskunden die Banner Anzeigen erhalten
  • nur geringe Streuverluste wegen der zielgerichteten Informationen
  • Erhöhung des Wiedererkennungswerts von Produkt und Marke
  • relativ unaufdringliche Form des Push Marketings
  • optimale Ausnutzung des Marketing Budgets, weil die Werbeanzeigen nur interessierten Personen eingeblendet werden
  • leichte Erstellung der Anzeigen: Du wählst in der Google Anzeigengalerie einfach die passende kostenfreie Foto oder Video Vorlage aus und ergänzt sie mit Deinem Text
  • Erstellen zielgruppenspezifischer Remarketing-Listen mithilfe von Google Adwords möglich

Zu den Nachteilen gehören:

  • hoher Aufwand bei der Implementierung der Tags
  • kleinere Unternehmen mit weniger Interessenten können nur die Option „Alle Besucher“ verwenden
  • bei zu häufigem Gebrauch können sich die Besucher von den Anzeigen verfolgt fühlen

9 Remarketing Tipps für Mittelstandsunternehmen

Das Remarketing - 9 Tipps die Du für Dein Onlinemarketing nutzen solltest

Auch wenn Du Deine Adwords Display Werbung diverse Male an dieselbe Remarketing-Liste schicken kannst, solltest Du dies unter keinen Umständen tun. Dafür gibt es folgende Gründe: Manche Besucher sind mittlerweile zu Kunden geworden und es wäre unsinnig, sie weiter mit derselben Anzeige zu beschicken. Andere Nutzer wollen sich nur informieren, haben aber kein Kaufinteresse. In diesem Fall schadest Du mit überflüssigen Aktionen dem Ansehen Deines Unternehmens. Damit dies aber nicht passiert, richtest Du ein Frequency Capping ein: Du beschränkst die Auslieferung der Anzeige beispielsweise auf höchstens zweimal pro Tag und auf Besucher. Dies ist aber nur bei Google möglich.

Achte auf die Zeitabstände: Verkaufst Du beispielsweise Bekleidung, sollten die Anzeigen möglichst gleich nach dem Besuch des Shops eingeblendet werden. Verbraucher, die einen Urlaub buchen möchten, benötigen hingegen länger, um sich zu einer Buchung zu entschließen. Probiere am besten mehrere Zeiteinstellungen für Deine Remarketing-Kampagnen aus. Und stoppe die Banner Einblendung mit einem Conversion Pixel, wenn der Besucher Kunde wird.

Google Analytics als wichtiges Tool

  • Nutze unbedingt Google Analytics für Deine Banner Kampagnen. Damit kannst Du das Verhalten Deiner Besucher und Käufer über die Cookies auswerten.
  • Hat Deine Website noch wenig Traffic, etwa weil Du ein junges Start-up hast, legst Du Alle Besucher als Zielgruppe für dein Lead Marketing fest. Der Grund: Die listenbasierte Werbung funktioniert erst ab einer Mindestanzahl von 100 Besuchern. Möchtest Du das Markenbewusstsein Deiner Leser steigern, verwendest Du dieselbe Strategie.
  • Besonders viel Aufmerksamkeit erregen Adwords Werbebanner mit einprägsamen Title Tags und einfallsreichen Linktexten.
  • Achte stets darauf, dass Du die Formulierung Deiner Werbebotschaft auf die jeweilige Nutzergruppe für die Leadgenerierung ausrichtest.
  • Haben sich Besucher Deines Webshops zusätzlich Deine mobile App heruntergeladen, kannst Du diese noch besser über den mobilen Marketing Kanal gezielt mit Banner Anzeigen ansprechen.
  • Ist Dein Unternehmen auf Facebook, hast Du mehrere Möglichkeiten, Erinnerungsanzeigen zu verschicken. Auch bei diesen teilst Du die Nutzer zuvor in verschiedene Gruppen auf. Hat einer von ihnen sich für Deinen Newsletter mit derselben E-Mail Adresse eingetragen, die er für sein Facebook Login verwendet, kannst Du ihm Deine Werbung sehr gezielt präsentieren.
  • Möchtest Du auf Facebook auch noch Besucher mit ähnlichen Interessen ansprechen, solltest Du unbedingt die Facebook Lookalike Audiences verwenden.

Weitere Informationen zu dieser Remarketing Strategie (Marketingstrategie) findest Du auch in unserem Artikel Retargeting hier auf dieser Website. Klicke einfach auf diesen Link: Zum Artikel Retargeting

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