Canonical Tag

Duplicate Content auf Webseiten wird von Suchmaschinen durch ein schlechteres Ranking oder gar einer Entfernung aus den Suchergebnissen abgestraft. Um das zu verhindern, empfehlen wir Dir die Kennzeichnung ähnlicher Inhalte Deiner Webseite mit Canonical Tags.

Canonical Tag – so vermeidest Du Duplicate Content

Um in Suchergebnissen hoch zu ranken, musst Du auf einzigartige Website Inhalte setzen. Doch ähnliche Bilder oder Texte lassen sich nicht immer vermeiden, sei es in Online-Shops oder auf Blogs. Wir zeigen Dir, wie Du Dich vor einem schlechten Ranking mittels Canonical Tags schützen kannst und wie Dir diese sogar als SEO Elemente dienen!

Was ist ein Canonical Tag?

Im besten Fall verwendest Du bei der Erstellung einer Internetseite nur absolute URLs, da diese von Suchmaschinen in der Regel sehr positiv bewertet werden. Oft werden aber auch relative URLs verwendet, die Du daran erkennst, dass sie immer mit einem Slash beginnen. Manchmal kommt es aber vor, dass sich gleiche Texte oder Bilder auf verschiedenen URLs nicht vermeiden lassen. Erkennt Google oder eine andere Suchmaschine jedoch Duplicate Content, so straft er die Domain dafür ab. Aus Sicht von Google sind zu ähnliche Inhalte auf zwei verschiedenen URLs ein schlechtes Zeichen, da diese Bilder, Texte, Videos oder Grafiken keinen Mehrwert für den Nutzer haben. Die Seite rankt also schlechter in den Suchmaschinenergebnissen oder Google nimmt die Seite gleich ganz aus dem Index. Eine kanonische URL schützt davor.

Suchmaschine bewertet Webseite

Google analysiert Websites mit Crawlern bzw. Bots. Erkennt der Bot einen Canonical, stellt er fest, dass er die Unterseite nicht als Duplicate Content zu bewerten braucht, da es sich lediglich um eine Kopie bzw. Verlinkung zum Original handelt. Mit einem Canonical zeigst Du dem Crawler von Google eindeutig, wie er die Domain zu bewerten hat. Fehler bei der Bewertung durch Google werden dabei vermieden. Eine Seite mit kanonischer URL taucht allerdings nicht in den Suchergebnissen bei Google auf. Nur die Hauptseite wird von der Suchmaschine bewertet.

Die Seite, auf der sich das Original befindet, wird auch als kanonische Seite bezeichnet. Auf der Seite mit der Kopie befindet sich ein Canonical, der auf die Seite mit dem Original verlinkt. Da bei der Kopie nicht nur Inhalte wie Texte, sondern auch SEO Aspekte übertragen werden, kann ein Canonical Tag ein hilfreiches Element bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) sein.

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Wofür brauchst Du einen Canonical Tag?

Manchmal kommt man nicht um eine Canonical URL herum, zum Beispiel, weil sich auf unterschiedlichen URLs ganz ähnliche Texte oder Bilder befinden. Typische Beispiele sind

  • Online-Shops
  • Blogs oder
  • Texte und Dateien zusätzlich auf anderen Seiten

Vor allem Online-Shops kommen oft nicht darum herum, dass sie Content in ganz ähnlicher Form mehrfach verwenden müssen, beispielsweise wenn es ein bestimmtes Produkt in mehreren Farben gibt. So entstehen zwangsläufig doppelte Inhalte. Auch Blogs, bei denen ein Artikel mehrfach angezeigt wird, wie um auf besondere Texte hinzuweisen, kommen manchmal nicht um Duplicate Content herum. Hier ist ein Canonical Tag hilfreich.

Dies gilt auch für dynamische Seiten, die oft beim Webseitenaufbau genutzt werden. Auf einer vorgeschalteten Seite sieht der Webseitenbesucher dabei eine Art Teaser zum eigentlichen Inhalt und gelangt mit einem Klick zum Original. Setzt Du keinen kanonische URL, erkennt Google diese Inhalte als Duplicate Content und kann Deine Domain dafür abstrafen.

Du verlierst dann im Google-Ranking Plätze und bis in der Suchmaschine nicht mehr so gut zu finden. Ein weiterer Anlass für einen Canonical kann es sein, wenn beispielsweise bei Pressemitteilungen oder ähnlichen Textsorten eine Version des Textes unter einer anderen URL als PDF-Datei zu finden ist.

Technische Gründe für doppelte Seiten

Darüber hinaus entsteht manchmal auch technischer Duplicate Content. Dies ist dann der Fall, wenn eine Internetseite mit und ohne www oder https aufgerufen werden kann oder sogar noch in einer alten http-Variante verfügbar ist. Oft verweisen URLS wie index.html oder home.html auf die gleiche Seite. Auch wenn Du für Deinen Internetauftritt eine mobile Webseite mit einem kleinen m vor der eigentlichen URL angelegt hast, kann aus technischer Sicht ein doppelter Inhalt entstehen. Hier empfiehlt sich ein Canonical Tag ebenfalls, damit die Optimierung der mobilen Seiten nicht beeinträchtigt wird. Manchmal ist auch die Startseite einer Internetseite über mehrere URLs erreichbar oder die Inhalte werden auf einer externen Webseite zusätzlich veröffentlicht. Die Gründe für einen Canonical Link sind damit ganz unterschiedlich und könne sehr individuell sein.

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Brian Halligan

Welche Vorteile bietet der Canonical Tag?

Möglicherweise lässt es sich bei Deiner Webseite nicht vermeiden, dass sich einige Unterseiten sehr ähnlich sind. Google kann dabei aber nicht erkennen, welche Seite nun am wichtigsten ist – beispielsweise die Seite mit dem Originaltext oder die zweite Seite, auf der der Text nochmals als PDF abrufbar ist. Google würde in diesem Fall alle Versionen bewerten, erkennt Duplicate Content und straft Deine Seite ab. Auch wenn die Seiten nicht gleich aus dem Index fliegen, ranken sie nicht mehr so gut.

Gegebenenfalls entscheidet sich Google aber auch für einen der beiden Inhalte, aber im schlechtesten Fall nicht für den, der Dir am wichtigsten ist. Dank einer kanonischen URL erkennt Google nun jedoch, was die Originalversion einer Seite ist und wie es diese bewerten soll. Aus diesem Grund kann ein Canonical Tag für Dich also ein wichtiges SEO Tool sein.

Canonicals bei paginierten Seiten

Oft sind paginierte Seiten mit noindex oder nofollow gekennzeichnet, so dass der Crawler von Google diese nicht bei einer Suche berücksichtigt. Diese Anweisungen helfen, wenn eine Seite über wenig einzigartige Inhalte verfügt. Eine Paginierung ist auch dann hilfreich, wenn beispielsweise ein langer Text oder viele Bilder auf mehrere Seiten verteilt werden sollen, um zu lange Ladezeiten zu vermeiden und einzelne Seiten nicht bei der Google Suche angezeigt werden sollen. Bei der Erstellung einer Website kannst Du hier aber auch den Meta Tag rel=next / rel=prev nutzen, was Google sogar präferiert. Das Ziel dabei ist es oft, dass nur die erste Seite (eines beispielsweise mehrseitigen Artikels) in den Rankings von Google auftauchen soll.

Es hilft, wenn Du eine View-All-Seite anlegst. Hier befinden sich alle Informationen der paginierten Seiten. Alle einzelnen Seiten sollten mit einem Canonical Link gekennzeichnet sein, der auf die View-All-Page verweist, die selbst aber keinen kanonischen Link bekommen sollte. Die Canonical Links werden also erst ab Seite Zwei gesetzt. Das Ziel ist, dass jede Seite mit möglichst wenigen Klicks zu erreichen sein sollte.

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Wie verwendest Du einen Canonical Tag richtig?

Bei einem Canonical kennzeichnest Du ein Link-Element im Head-Bereich des HTML-Dokuments mit dem Attribut rel=“canonical“. Letztendlich verlinkst Du so auf den originalen Content. Die ursprüngliche HTML-Seite wird auch als kanonische Seite bezeichnet. Bei der Verwendung eines Canonicals hast Du zwei Möglichkeiten. Du kannst den HTML-Tagdirekt im Quellcode Deiner Seite eingeben oder dem Server mitteilen, dass es sich um eine Kopie handelt.

Ein recht einfacher Weg ist, im Quellcode der Seite, die die Kopie ist, im HTTP-Header den Code <link rel=”canonical” href=”http://www.beispiel.de/original-url”/> einzugeben. Bei jeder Seite kann aber nur ein Canonical Tag genutzt werden. Befinden sich mehrere Canonical Tags im Quelltext, kann dies die Suchmaschine nicht erkennen und bestraft die Seite.

Der zweite Weg ist, dass der Server der Suchmaschine mitteilt, dass die Seite einen Canonical Tag mit einem Link zur Haupt-URL enthält. Dies ist zum Beispiel bei Seiten im E-Commerce nützlich, auf denen oftmals automatisch ganz ähnliche Inhalte erzeugt werden.

Duplikate finden

Beim Verwalten und Anwenden von Canonicals hilft oft auch die Google Search Console (früher Google Webmaster Tools). Die Search Console ist für viele Webmaster bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) unverzichtbar. Ein Tool informiert hier auch über doppelte Seiten, URLS mit gleichem Seitennamen oder identischer Meta Description. Auch dies bewertet Google als gleichen Inhalt. Daher kannst Du die Search Console dazu nutzen, URLs mit nicht-einzigartigem Content ausfindig zu machen.

Beim Aufspüren von Duplicate Content helfen Dir auch einige gute Online-Tools wie der Sistrix Optimizer, die anzeigen, ob ein Bild oder ein Text bereits auf einer anderen Seite im Web auftaucht. Nun kannst Du entweder mit neuem Content reagieren oder falls es sich um eine Seite mit gleichem Inhalt handelt, die zu Deiner Internetpräsenz gehört, mit einer Canonical URL entsprechend reagieren.

Worauf solltest Du bei der Einrichtung eines Canonical Links achten?

Einer der häufigsten Fehler ist wohl, dass sich im Quellcode der kopierten Seite schon Meta-Tags wie „nofollow“, „disallow“ oder „noindex“ befinden. Diese können jedoch die Funktion des Canonicals behindern. Ein Canonical ist daher nicht sinnvoll, wenn schon ein solcher Meta Tag eingefügt wurde.

Bevor Du eine kanonische URL einfügst, solltest Du prüfen, ob es sich beim Content auf der Webseite wirklich um Duplicate Content handelt. Dies ist dann der Fall, wenn die Inhalte zumindest größtenteils wirklich gleich sind. Texte in mehreren Sprachen unter verschiedenen Domains wie .de oder .fr stellen zum Beispiel keine doppelten Inhalte dar, auch wenn die Seiten wortwörtlich übersetzt sind. Mit einem hreflang-Tag kannst Du Google auch die richtige geografische Ausrichtung Deiner Webseite anzeigen. Geht ein Nutzer beispielsweise aus den USA auf Deine Seite, so ist sichergestellt, dass gleich die englische Version der Internetseite angezeigt wird und auch die regionale URL in der Adresszeile erscheint.

Ein weiterer häufiger Fehler ist, dass die Seite mit dem Canonical nicht erreichbar ist. Es darf sich also nicht um eine 404-Seite handeln. Zudem muss die URL korrekt sein. Schon ein fehlender Slash kann eine falschen Canonical Tag zur Folge haben. Nicht nur Seiten mit No-Follow-Attibuten, sondern auch Seiten mit rel=“next“ oder rel=“prev“ eignen sich nicht noch zusätzlich für kanonische URLs, da es sich hier nicht um Duplicate Content handelt. Hast Du auf mehreren Unterseiten ähnliche Inhalte, solltest Du den Canonical auf jeder Unterseite einbauen, um Fehler oder falsche Verlinkungen zu vermeiden.

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Fazit

Fürs SEO ist es essentiell, Kanonisierung zu verstehen und dabei die Folgen von fehlenden Kennzeichnungen zu begreifen. Um einem Labeling Deiner Inhalte von Google als Duplicate Content zu entgehen, sollten also nur Deine Hauptseiten bei den Suchergebnissen einbezogen werden. Die Unterseiten kannst Du jeweils als kanonische URLs benennen, welche auf die entsprechende Originalseite verlinken, so dass sie nicht falsch bewertet werden. Dafür kennzeichnest Du ein Link-Element im Head-Bereich des HTML-Dokuments mit dem Attribut rel=“canonical“.

Möchtest Du Deinen Webauftritt allgemein auf Duplicate Content analysieren? Dafür bieten sich smarte Tools, wie die Google Search Console (früher Google Webmaster Tools) an. So bekommst Du einen Überblick darüber, welche Seiten sich sehr stark ähneln, welche URLS den gleichen Seitennamen oder diesselbe Meta Description haben.

Du hast Fragen zum Canonical Tag?
Hier findest Du passende Antworten!

Es gilt bei der Verwendung von Canoncial Tags auf einige Dinge zu achten. Es ist ok, wenn Canoncial Tags selbstreferentiell sind. Das heißt: Wenn etwa drei Websites identisch sind, und eine davon das kanonische Original ist, kann das Canonical Tag auf die entsprechende Website gesetzt werden. Zudem hast Du die Möglichkeit, proaktiv einen Canonical Tag auf Deine Homepage zu setzen. Der selbstreferentielle Canonical Tag vermeidet Probleme, die etwa durch Verlinkungen anderer auf Deine Seite entstehen könnten. Ebenfalls wichtig: Baue die Canonical Tags immer logisch auf. Wenn Seite A auf Seite B verweist und Seite B wiederum auf Seite A, ist das ein widersprüchliches Signal für Suchmaschinen – und führt unter Umständen zu einem schlechten Ranking.

Das Canonical Tag bringt viele Vorteile mit sich. Schließlich vermeidet es die Einstufung Deiner Website Inhalte als Duplicate Content durch die Google Suchmaschine und sichert Dir so im besten Fall ein gutes Ranking. Allerdings kann ein Canonical Tag auch falsch eingesetzt werden und dazu führen, dass Google Deine Website überhaupt nicht mehr an die User ausspielt. Achte also darauf, dass Du das Canonical Tag richtig einsetzt.

Ein falscher Einsatz wäre zum Beispiel:

  • Die Websites haben keinen identischen Inhalt. Du kannst Canonical Tags immer dann einsetzen, wenn Websites einen identischen oder nahezu identischen Inhalt haben. Letzteres ist etwa der Fall, wenn Du einen Onlineshop betreibst, in dem die Produktbeschreibungen identisch sind, aber von Land zu Land die Währungen variieren.
  • Die Website, die die Originalressource darstellt, ist nicht erreichbar. Sollte die Originalquelle nicht erreichbar sein – etwa in Form eines 404-Fehlers – sollte der Canonical Tag nicht verwendet werden.
  • Das Canonical Tag befindet sich im Body des HTML-Codes. Im Body sollte sich ein Canonical Tag niemals befinden. Du setzt es immer in den Head-Bereich Deiner Website ein.
  • Du benutzt eine relative Pfadangabe als Canonical Tag Ziel. In einem Canonical Tag solltest Du immer auf absolute Pfadangaben setzen. Dieser zeigt auf genau eine Seite. Bei relativen Pfadangaben besteht die Gefahr, dass Google die Originalressource nicht findet bzw. falsch interpretiert.
  • Du verweist nicht auf eine HTTPS Seite. Google präferiert https-Websites, da diese als sicher gelten. Du solltest daher als kanonische URL immer eine HTTPS Website angeben.
  • Der Canonical Tag verweist ausschließlich auf die Startseite Deiner Website. Das ist nicht wünschenswert. Google soll die gesamte Domain als Orginialressource auffassen. Versteht Google nur die Startseite als kanonische URL, kann es passieren, dass nur noch die Startseite in den Google Suchergebnissen präsentiert wird und alle Unterseiten ignoriert werden.

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